Jubel im Publikum, Hochstimmung bei den Kritikern: Unser flämisches Barockorchester B'Rock begeisterte unter der Leitung von René Jacobs am Brüssler Theater La Monnaie/De Munt bei einer Neuinszenierung von Händels "Orlando". In den Hauptrollen waren Sänger, wie Bejun Mehta, Sophie Karthäuser oder Sunhae Im zu hören, und die szenische Realisierung lag in den Händen des renommierten französisch-libanesischen Regisseurs Pierre Audi, der die Geschichte in einen zeitgenössischen Kontext setzte, ohne sie aber aufdringlich modernistisch zu gestalten.
Premiere war am Samstag, dem 19. April 2012, im Théâtre La Monnaie in Brüssel, wo es dann bis zum 11. Mai noch neuen weitere Aufführungen gab.
Und zum Freuen im Voraus: Zwischen 24. Juli und 3. August 2013 wird diese Produktion in konzertanter Fassung auf Europa-Tournee gehen - es sind noch Termine frei! Wenden Sie sich für weitere Informationen gerne an uns.
Polyphonie von 1200-1600 - ihre Quellen, ihre Notation und ihre Interpretation: Wer sich für diese Musik interessiert, hat am Wochenende 7. und 8. Juli die Gelegenheit, sich bei einem der weltweit kompetentesten Kenner des Genres fortzubilen. Paul Van Nevel hält an diesen beiden Tagen einen Kurs zum Thema in der Bibliothek seines Hauses in Brüssel, und lädt Melomanen und Musikliebhaber mit gesunder Neugierde sowie Ausübende Alter und sonstiger Musik - ob Amateure oder Professionelle - ein, sich mit der originalen Notation zu beschäftigen, um herauszufinden, was damit gemeint sein könnte.
Dazu bietet Paul Van Nevel an, im Rahmen des Kurses auch spezifische Probleme und Fragen der Kursteilnehmer zu besprechen.
Und daneben können diese Teilnehmer zweifelsohne damit rechnen, im Anschluss an die harte Arbeit vom Kursleiter gründlichst in diverse kulinarische Geheimtipps der belgischen Hauptstadt eingeweiht zu werden...
Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen und Anmeldungen.
April 2012
La Divina Armonia mit neuen Händeln
Erschöpft, aber glücklich beendete das Ensemble La Divina Armonia die Aufnahmesitzungen für seine zweite CD mit Orgelkonzerten von Georg Friedrich Händel. Geleitet wurde diese Aufnahme von Lorenzo Ghielmi, der auch die Solopartien spielte. Nachdem die erste CD des Ensembles mit den Händel'schen Orgelkonzerten Op. IV Nr. 1-6, die 2008 erschienen war, von Publikum und Kritik einhellig enthusiastisch begrüßt, und unter anderem mit der begehrten französischen Auszeichnung Diapason d'Or prämiert wurde, kann man sich nun also auf die nächste Edition freuen
Erscheinen wird die neue CD Ende diesen Jahres beim belgischen Label Passacaille.
Hören Sie hier als kleinen Vorgeschmack in die erste CD hinein!
Leibliches und Seelisches
Am 15. April 2012 war L'Art du Bois in Donaueschingen mit einem Programm zu erleben, das Leib und Seele gleichermaßen ansprach: "À la Carte: Tafelfreuden & Ohrenschmaus - ein europäisches Menu" bot dem Publikum des ausverkauften Konzertes die Gelegenheit, zu den von den jungen Musikern gewohnt mitreißend dargebotenen akustischen Genüssen aus dem barocken England, Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien passende kulinarische Köstlichkeiten aus den enstprechenden Ländern, präsentiert vom ortsansässigen Caterer, zu genießen.
Alle Beteiligten waren höchst beglückt von diesem Abend - eine Empfehlung also auch für Veranstalter, die ein der Alten Musik gegenüber noch etwas misstrauisch gestimmtes Publikum überzeugen möchten!
Johannes neu
Lang erwartet und nun hochgelobt: Soeben ist Bachs Johannespassion BWV 245 in der Interpretation von La Petite Bande unter Sigiswal Kuijken in solistischer Besetzung (mit Ripieni) auf CD herausgekommen. Als Sopranistin singt auf dieser Einspielung - wie auch auf den meisten CDs aus der Reihe der Bachkantaten - Gerlinde Sämann, und überzeugt dabei nicht nur in technischer Hinsicht uneingeschränkt, sondern setzt auch musikalisch Maßstäbe.
Genießen Sie hier einen kleinen Eindruck.
März 2012
Telemann wird 50 - mit B'Rock
Nein, natürlich nicht er persönlich wurde 50 - nur seine aktivste Repräsentanz in heutiger Zeit: Die Magdeburger Telemann Festtage feierten vom 10.-18. März ihr 50. Jubiläum, und unserem Barockorchester B'Rock wurde die Ehre zuteil, am 18. März um 16 Uhr das Abschlusskonzert dieses denkwürdigen Jubiläumsjahrgangs spielen zu dürfen.
Eine besondere Freude, da B'Rock sich dem Magdeburger Komponisten ohnehin verbunden fühlt (man erinnere sich an die erste CD des Ensembles, mit Telemann'schen Orchestersuiten!). Nun erklangen im Magdeburger Gesellschaftshaus in gewohnt lebendiger und mitreißender Interpretation eine Ouverture und drei Concerti des Komponisten - mit Pauken und Trompeten!
Hören Sie hier einen kleinen Ausschnitt aus diesem mit frenetischem Beifall honorierten Konzert.
Johannespassion mit Hiro Kurosaki
Besucher der Philharmonie Essen können sich am 25. März 2012 auf ein besonderes Konzertereignis zur Passionszeit freuen: Um 17 Uhr bringen die Cappella Coloniensis und die Himlische Cantorey unter der Leitung von Barockgeiger Hiro Kurosaki, Konzertmeister des legendären Ensembles Les Arts Florissants, Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion BWV 245 zur Aufführung.
Zu hören sein wird die zweite Fassung von 1725.
Unesco-Musiktag mit B'Rock
Ehre widerfuhr unserem Barockorchester B'Rock: Nachdem die drei Städte Gent, Bologna und Sevilla jeweils zur Creative City of Music ausgerufen worden sind, lud das Musikzentrum de Bijloke in Gent nun zu einem Unesco Musiktag ein: Am 11. März spielten zu diesem Anlass jeweils ein Barockorchester aus Sevilla und Bologna, und - für die Genter Musikgemeinde - B'Rock im großen Unesco-Festkonzert Barockmusik aus ihren Heimatstädten.
Bei B'Rock standen dafür Werke von Jacques Loeillet, Pieter van Maldere, Henri-Jacques de Croes, Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann auf dem Programm.
Zwei Tage früher, am 9. März, war B'Rock dafür zu Gast auf dem Barockfestival im spanischen Sevilla - ebenfalls mit dem Programm With love from Gent.
Hier können Sie einen kleinen Videoausschnitt aus dem Konzert betrachten.
Februar 2012
Raritäten
Lieder skandinavischer Komponisten trifft man hierzulande im Konzert, aber auch auf Tonträger nur äußerst selten an. Der Bassbariton Dominik Wörner und sein Begleiter Simon Bucher haben die Bibliotheken durchforstet und hier mit einer Reise durch alle skandinavischen Länder ein ausgesprochen hörenswertes Programm mit Liedern von bekannten (Edvard Grieg, Jean Sibelius) und weniger bekannten skandinavischen Komponisten (Niels Gade, Ture Rangström, Yrjö Kilpinen) unter dem Titel „Nordische Lieder“ zusammengestellt.
Darunter findet sich auch eine Weltersteinspielung des Liederzyklus op.24 von Gade, der sich bereits bei mehreren Konzertaufführungen als veritabler Überraschungserfolg erwiesen hat.
Genießen Sie hier einen kleinen Eindruck aus einem der Konzerte.
Joshua Rifkin: Zur Person
Zur Sache geht es am 12. Februar, wenn auf dem Radiosender SWR 2 die Sendung "Zur Person" dem amerikanischen Dirigenten, Cembalisten, Pianisten und Musikwissenschaftler Joshua Rifkin gewidmet ist.
Die Journalistin und Redakteurin Dagmar Munck geht hier im Gespräch von 15:05 Uhr bis 17:00 Uhr nicht nur auf seine Thesen zur Bach-Interpretation ein, sondern auch auf älteres und neueres Repertoire, auf seine neueren und neuesten Forschungsergebnisse und seine Musikauffassung insgesamt.
Anschließend kann das Gespräch noch für eine Woche im Online-Archiv nachgehört werden.
Januar 2012
Lorenzo Ghielmi on Tour
Mit den Französischen Suiten und dem „Concerto nach italiänischer Manier“ von Johann Sebastian Bach gestaltete Organist und Cembalist Lorenzo Ghielmi im Januar eine sehr erfolgreiche Tournee mit Solo-Rezitals durch Brasilien.
Ende Februar, Anfang März ist er dann in der Gegenrichtung unterwegs, da ihn eine Tournee mit dem gleichen Programm durch die Konzertsäle Japans führt. Dieses Repertoire hat Lorenzo Ghielmi im Winter auch eingespielt. Die Veröffentlichung der CD beim belgischen Label Passacaille steht bevor.
Daneben widerfuhr dem Musiker soeben eine besondere Ehre: Er ist er als Artist in Residence für Juni 2012 an die Universität Utrecht berufen worden.
Dezember 2011
Eve Koplis erste Solo-CD
Weihnachtsmusik von Johann Sebastian Bach und Zeitgenossen ist auf der ersten Solo-CD der estnischen Sopranistin Eve Kopli zu hören, unter anderem die Bach'sche Sopran-Arie "Öffne dich, mein ganzes Herze", oder Giacomo Carissimis Kantate "Salve, salve, puelulle".
Eve Kopli wird begleitet von der Organistin Babette Mondry auf der Orgel der Peterskirche in Basel.
Es ist vollbracht: il Gardellino hat - nach mehreren sehr erfolgreichen Konzerten mit diesem Werk - Bachs Musikalisches Opfer Anfang Dezember auch auf CD aufgenommen. Sophie Gent, Violine, Jan De Winne, Traverso, Vittorio Ghielmi, Viola da Gamba und sein Bruder Lorenzo Ghielmi, Silbermann-Hammerklavier, verbrachten einige höchst ertragreiche Tage mit der Einspielung, die im kommenden Jahr beim Label Passacaille erscheinen wird.
Hier finden Sie einen Vorab-Eindruck von Klang und Interpretation der Musiker aus einem Konzertmitschnitt.
Dominik Wörner philharmonisch
Am 18. Dezember 2011 wirkte Bassbariton Dominik Wörner bei einem umjubelten Konzert in der Berliner Philharmonie mit: Unter der Leitung von Masaaki Suzuki musizierten ein handverlesenes Solisten-Quintett, der RIAS-Kammerchor sowie das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin.
Zu hören waren die erste Ouverturesuite C-Dur und die Kantate „Christen ätzet diesen Tag“ von Johann Sebastian Bach, sowie die c-Moll-Messe von Wolfgang Amadé Mozart.
Das Konzert wurde von Deutschlandradio Kultur live übertragen.
November 2011
Gerlinde Sämann in Hochform
Soeben erschien die aktuellste CD der Gesamteinspielung aller Bachkantaten mit Sigiswald Kuijken und La petite Bande im Handel: Volume 14 enthält die Kantaten BWV 91, 57, 151 und 122. Als Sopranistin ist auch in diesem Volume Gerlinde Sämann zu hören, die sich hier gegenüber den früheren CDs sogar noch einmal gesteigert hat: So leicht und mühelos, dabei immer substanzvoll hört man Bach selten. Dazu begeistert sie mit glasklarer Artikulation und vor allem mit beeindruckender Hingabe an den Text, den sie atmosphärisch unglaublich dicht und trotzdem natürlich interpretiert.
Nicht nur vier, sondern acht Jahreszeiten finden sich auf dieser neuesten CD des belgischen Barockorchesters B'Rock mit seinem Konzertmeister und Violin-Solisten Rodolfo Richter: Vier von Antonio Vivaldi, und vier von John Cage! Nach seinen drei ersten CDs, auf denen ausschließlich Barockmusik zu hören war, unterstreicht das junge Ausnahmeorchester mit dieser Veröffentlichung nun auch auf CD seinen bereits in vielen Konzerten verwirklichten Anspruch, Alte Musik nicht als Museumsartikel zu verstehen, sondern in einem zeitgenössischen Kontext - sie nicht nur lebendig zu spielen, sondern auch als Teil des heutigen, des eigenen Lebens mit Neuer Musik zu konfrontieren.
Tatsächlich hat das Orchester hier nicht nur Neue Musik, sondern auch die Alte Musik in neuer Weise aufgenommen - das ist Vivaldi at its best: vital, sprechend, aufrüttelnd, mitreißend auf der einen Seite, aber auch drogierend gelassen, sensibel und entspannt auf der anderen. Und alles natürlich in gewohnter technischer Topqualität!
Hier geht es zu einem Interview mit Frank Agsteribbe, dem Cembalisten dieser Aufnahme, in dem er erläutert, wie Vivaldi und Cage zusammenpassen - und für diese CD zusammenkamen.
il Gardellino auf Asien Tournee
Bangkok, Singapur, Hongkong, Seoul, Yonsei, Ulsan und Daejeon waren die Stationen einer zweiwöchigen Asientournee unseres Ensembles il Gardellino mit Jan De Winne und Marcel Ponseele. Auf dem Programm standen Werke von Vivaldi, das Oboenkonzert d-Moll von Marcello, das 5. Brandenburgische Konzert von Bach, aber auch ein Quartett von Janitsch, das für das asiatische Publikum eine echte Neuentdeckung bot. Neben den Konzerten waren die Musiker des Ensembles außerdem für Kurse und Meisterklassen in Singapur und Hongkong eingeladen.
Alle Auftritte wurden begeistert gefeiert, und auch diverse Radiomitschnitte zeigten, welche Wertschätzung man der historischen Aufführungspraxis in den asiatischen Ländern bereits erweist - und die nächste Asientour für 2013 ist bereits in Planung!
Lorenzo Ghielmi weiht Orgel in Brüssel ein
Am 22. Oktober wurde Lorenzo Ghielmi die ehrenvolle Aufgabe zuteil, die neue Orgel von Rudi Jacques in der Kirche Notre-Dame au Sablon in Brüssel einzuweihen; eine Orgel, die - wie man es in Belgien erwartet - ganz auf die Erfordernisse des Repertoires aus Renaissance und Barock zugeschnitten ist.
So konnte sich der Mailänder Organist auf diesem Instrument sehr zu Hause fühlen, und spielte Werke von Frescobaldi, de Arauxo, Georg Böhm, Scarlatti, Händel und Bach.
September 2011
Tenoraler Zuwachs!
Gute Tenöre sind rar - insbesondere im Bereich der Alten Musik, wo sie nicht nur hoch und laut, sondern gerade auch hoch und leise singen können müssen. Und gleichzeitig sollten alle Töne - ob hoch oder tief - auch noch in einem sinnvollen, textentsprechenden Zusammenhang stehen und rhethorisch überlegt interpretiert werden, sollte sich die Schlankheit, Beweglichkeit und Koloraturensicherheit einer solchen Tenorstimme doch auch mit Glanz und Präsenz paaren.
Der in der Schweiz lebende amerikanische Tenor David Munderloh gehört zu den wenigen, die diese Ansprüche erfüllen - und dazu erfreut er als versierter Ensemblesänger auch noch über ein ausgezeichnetes Gehör und eine ebensolche Intonation.
Herzlich willkommen bei Sonus!
Hier können Sie sich einen ersten klanglichen Eindruck seiner Stimme und seines Könnens verschaffen.
Hommage an Fasch
Concerti für verschiedene Instrumente von Johann Friedrich Fasch sind auf der neuen CD il Gardellino zu hören. Zu einem Teil handelt es sich dabei um Werke mit der vollen und festlichen Prachtentfaltung von Trompeten und Pauken, zu einem anderen Teil präsentiert diese Einspielung aber auch um etwas kleiner dimensionierte, wunderbar innige Concerti für ganz ungewöhnliche Besetzungen, zum Beispiel für zwei Oboen da Caccia und zwei Violen.
il Gardellino wird den einen ebenso mühelos und angemessen gerecht, wie den anderen - und hat damit hier schon zum zweiten mal eine uneingeschränkt empfehlenswerte CD mit Werken (darunter diversen Ersteinspielungen) des Zerbster Hofkapellmeisters vorgelegt, die entschieden zu Unrecht in Vergessenheit geraten waren!
Hören Sie hier ein Stück aus einer Liveaufnahme des Programms, das dann auch auf der CD eingespielt wurde.
Die Liebe in Frankreich
"Paris 1706 - Au nom de l'amour" war ein wunderbar farbiges Konzert des Ensemble Phoenix Munich (im Bild bei der Probe im großen Sendesaal des WDR zu sehen) unter Joel Frederiksen in der Reihe Forum Alte Musik Köln des WDR überschrieben.
Auf dem Programm standen Werke von Jean-Baptiste Morin (1677-1745) und seinen Landes- und Zeitgenossen rund um das Thema Liebe - in allen ihren herrlichen und grausamen Schattierungen, die sich dann klanglich in den jeweiligen Kompositionen widerspiegelten.
Das Konzert wurde von WDR 3 mitgeschnitten und wird am 17. Dezember ab 20:05 Uhr ausgestrahlt. Für nicht im Sendegebiet des WDR wohnende Phoenix-Freunde ist es aber natürlich auch auf der Internet-Seite des Senders zu hören.
August 2011
Joshua Rifkin und The Bach Ensemble auf Deutschlandtournee
Gleich drei Mal war dasBach Ensemble aus New York/Boston im August live in Deutschland zu hören: Am 4. August, 20 Uhr im Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd erklangen die Kantaten BWV 12, BWV 106 und BWV 161 von J.S. Bach, dazu die Kantate O Gottes Stadt, o güldnes Licht von Dieterich Buxtehude - mit exquisit-solistischer Sängerbesetzung: Gerlinde Sämann, Sopran, Margot Oitzinger, Alt, Gerd Türk, Tenor, und Christian Hilz, Bass.
Das Konzert wurde vom SWR aufgezeichnet und am 1. Oktober um 19:05 Uhr auf SWR 2 gesendet.
Im thüringischen Arnstadt gastierten die amerikanischen Musiker in kleinerer Besetzung bei einem speziell auf sie zugeschnittenen Festival: Dem Bach:Sommer, der unter anderem mit öffentlichen Proben, Diskussionsveranstaltungen und einem großen Sommerfest auch den persönlichen Kontakt des Publikums mit den Musikern ermöglichte.
Zum Vormerken: Auch nächsten Sommer wird das Bach Ensemble wieder in Arnstadt zu Gast sein - und in der letzten Maiwoche 2013 wird man die Amerikaner mit Bach'schen Pfingstkantaten auf mehreren Festivals in Europa erleben können!
Per-Sonat: Rom, 2.-12. Jahrhundert
Mit spätantiken und frühchristlichen Hymnen aus der Zeit zwischen dem 2. und dem 12. Jahrhundert war Per-Sonat am 28. August beim renommierten Festival Oude Muziek Utrecht, dem größten Alte Musik-Festival der Welt zu Gast: Ein trotz - oder gerade wegen? - des ungewöhnlichen Repertoires restlos ausverkauftes und enthusiastisch bejubeltes Konzert, das Per-Sonat auch gleich noch eine Einladung zu den Konzerten des Netwerk Oude Muziek im Oktober 2012 einbrachte.
Hören Sie hier einen Hymnos aus dem 2. Jahrhundert!
Klangpracht rund um Frescobaldi
Die Girolamo Frescobaldi zugeschriebene Missa sopra l'aria della Monica stand im Mittelpunkt des Konzertes von Concerto Palatino beim Festival Oude Muziek Utrecht am 31. August um 20 Uhr: Ein Fest mehrchöriger Klangpracht!
Umrahmt wurde diese Komposition von Motetten, Canzonen und Partiten von Palestrina und Ottavio Bargnani, die auch kleiner besetzten Hörgenuss boten; unter anderem mit Bruce Dickeys eigenen Diminutionen auf Palestrinas Nigra sum, in denen er zeigte, was auf dem Zinken musikalisch und technisch möglich ist...
Das Konzert wurde sowohl vom niederländischen Fernsehsender AVRO, als auch von Radio4 live ausgestrahlt. Hier können Sie den Livemitschnitt auf Youtube ansehen!
Juli 2011
Uraufführung mit Per-Sonat in Frankreich
Zwar spielte das Ensemble Per-Sonat in Frankreich eigentlich auf einem Mittelalter-Festival - genauer: dem renommierten Festival Musique Médiéval Abbaye du Thoronet - doch erklang hier am 19. Juli neben französischer Musik aus dem 13. und 14. Jahrhundert zum Roman de la Rose auch eine Uraufführung. Der Komponist Christoph Herndler hat sein Werk "Blütenblatt abgeblättert" speziell für Per-Sonat und die Kombination mit dem Rosenroman geschrieben.
Und so konnten sich Sabine Lutzenberger und ihr Ensemble in diesem Festival auf beiden Feldern profilieren, denen sie so zugetan sind: Der ganz Alten, und der ganz Neuen Musik.
Juni 2011
Orphée d'or für Joel Frederiksen
Der Orphée d'Or ist eine sehr begehrte Auszeichnung, die einmal jährlich von der aus Musikjournalisten, Rezensenten und Wissenschaftlern zusammengesetzten Académie du Disque Lyrique vergeben wird. In diesem Jahr ging der Preis im Mai an Emma Kirkby und Joel Frederiksen für die CD Opera Onmia Vol. 4 von Mikolaj Zielenski (um 1560 - um 1620), auf der sie mit dem polnischen Collegium Zielenski unter Stanislaw Galonski zu hören sind: Ein Fest der Stimmen, und gleichzeitig eine interessanter Einblick in das Schaffen des wohl wichtigsten polnischen Komponisten vor Chopin!
Die intellektuelle Welt Mitteleuropas um 1200: Der Welt den Rücken zu kehren und zu Askese und Armut zurückzukehren, ist eine Strömung - die sich vorbereitende Aufklärung, das »sich nach außen wenden« die andere. Die kompositorischen Vermischungen von religiöser und profaner Dichtung und Musik spiegeln Umbrüche in Theologie, Philosophie und Politik.
Um diese Aspekte drehte sich das Programm, das Per-Sonat am 18. Juni im renommierten Mittelalter-Festival montalbâne in Freyburg an der Unstrut zu Gehör brachte.
Sabine Lutzenberger, Sopran, Miriam Andersen, Sopran und Harfe, und Felix Stricker, Zugtrompete stellten der kunstvollen mehrstimmigen Musik der Kathedrale Notre Dame in Paris die französische höfische Musik der Zeit, sowie die traditionelle einstimmige Choralpraxis der Zisterzienser gegenüber.
Mai 2011
Neu entdeckt: Amerikanische Alte Musik
"The Rose of Sharon" ist der Titel der neusten CD-Veröffentlichung des Ensemble Phoenix Munich unter Joel Frederiksen, die sich mit der amerikanischen Musik des 18. und 19. Jahrhunderts befasst. Zu hören sind darauf die Lieder und Choräle der jungen amerikanischen Gemeinden in dieser Zeit, die oft auf bekannten Melodien etwa des lutherischen Gesangbuches fußen, aber in oft ganz eigener Weise modifiziert und an die Bedürfnisse der Neuen Welt angepasst wurden
Die 15 Romanzen aus Ludwig Tieck´s Magelone (1861-1869) sind der größte und gleichzeitig anspruchsvollste Lied-Zyklus von Johannes Brahms. Die quasi sinfonischen Lieder weisen einen - entsprechend der romantischen Märchenvorlage - bei Brahms einmaligen jugendlich-schwärmerischen Gestus auf und fordern von Sänger und Pianist gleichermaßen Höchstleistungen.
Bassbariton Dominik Wörner hat diesen Zyklus nun mit Masato Suzuki am Hammerflügel bei ARS auf CD herausgebracht - und das Duo wird den hohen Anforderungen in einer vorbildlichen Originalklang-Produktion mit Referenzcharakter an einem historischen Streicher-Flügel (Wien 1870), dessen baugleiches Schwesterinstrument der Komponist in seiner Wiener Wohnung stehen hatte, mühelos und souverän gerecht: Da bleiben klanglich und interpretatorisch keine Wünsche offen - und im aufwändig gestalteten Booklet finden sich auch noch eigens für das Projekt gemalte Illustrationen des Märchens von dem japanischen Maler Kensaku Fukazawa.
Begeisterte Konzertbesucher, enthusiastische Kritiken: Darüber konnte sich das Ensemble La Divina Armonia mit und unter Lorenzo Ghielmi freuen, das vor Ostern mit der Passio secundum Joannem des Neapolitanischen Bach-Zeitgenossen Francesco Feo auf Tournee war, und unter anderem in Brüssel, Oslo, Basel, Salzburg sowie beim Osterfestival Tirol (Bild) gastierte. Als Solisten waren Doron Schleifer (Evangelist), Mirko Guadagnini (Pilatus) und Krystian Adam (Jesus), und Marta Fumagalli (Alt-Arien) mit von der Partie.
Das solistische besetzte Instrumentalensemble faszinierte nicht nur durch seine große klangliche und farbliche Flexibilität - vom zupackenden Turbachor bis zum wunderbar sanglichen, geradezu ätherischen Lamento - sondern auch durch seine hervorragenden Solistenleistungen(etwa die traumhaft gespielte Solovioline von Stefano Barneschi!), durch optimales Zusammenspiel und perfekte Intonation. Unter den Vokalsolisten begeisterte mit seiner klaren, virtuos-beweglichen Stimme und ungemein einfühlsamen Interpretation vor allem der junge israelische Countertenor Doron Schleifer als Evangelist.
Hören Sie hier einen Ausschnitt vom Konzert in Hall in Tirol!
März 2011
Concerto Palatino: Jubiläumsgroßprojekt besiegelt
2012 ist Gabrieli-Jahr: Vor 400 Jahren starb dieser Großmeister der venezianischen Mehrchörigkeit, dessen Werke zum Kernrepertoire unseres Ensembles Concerto Palatino gehören. Entsprechend möchten die Zinkenisten und Posaunisten um Bruce Dickey und Charles Toet dieses Jubiläum natürlich würdig begehen - ebenso, wie auch andere Ensembles, die dem gleichen Repertoire verpflichtet sind; beispielsweise die englische Gruppe His Majesty's Sagbutts and Cornetts um Jeremy West und das Vokalensemble Ex Cathedra unter Jeffrey Skidmore.
Was läge da näher, als - auch im Sinne der mehrchörigen Besetzungen von Gabrielis Werken -zusammenzuarbeiten? Und noch dazu gleich auch den 25. Geburtstag von Concerto Palatino und den 30. von His Majesty's zu feiern?
Gedacht - getan! Nach kurzen Beratungen kamen die drei Ensembles in Konzeption und Programmierung eines veritablen Jubiläumskonzertes überein, und so kann man sich nun 2012 auf prächtige, ja geradezu monumentale Klänge mit Zinken, Posaunen und Stimmen freuen - unter anderem in im Festival Laus Polyphoniae Antwerpen, im Fränkischen Sommer, im Edinburgh Festival und in Birmingham.
Kontaktieren Sie uns gerne für nähere Informationen zu Programm, Budget und Terminen!
Gastspiel in der Zarenstadt
Paul Van Nevel bringt die Ars Antiqua nach Russland: Acht Tage lang arbeitet der flämische Dirigent im März im prächtigen St. Petersburg als Gastdirigent mit einem russischen Vokalensemble an Repertoire von der Ars Antiqua bis zur frankoflämischen Spätrenaissance, bevor das Ergebnis dann in einem Konzert am 18. März im Tavrichesky Palast zur Aufführung kommt.
Die Einladung erfolgte, nachdem bei einem Konzert im September 2009 mit dem Huelgas Ensemble erstmals nach Jahrzehnten (oder Jahrhunderten?) wieder Renaissancemusik in der ehemaligen Zarenstadt erklungen war - was seinerzeit für die Besucher des St. Petersburg Early Music Festivals einen ganz neuen Eindruck bedeutete.
Neu bei Sonus: Eve Kopli
Ein erfreulicher Neuzugang aus Estland: Eve Kopli hat erst kürzlich ihre solistische Ausbildung an der Schola Cantorum in Basel abgeschlossen, aber schon während ihrer Studienzeit in vielen Ländern Europas und den USA konzertiert. Ihr hoher Sopran besticht durch enorme Klarheit und wunderbaren Glanz, und dabei verfügt die junge Sängerin auch über große musikalische Ausdruckskraft und einen außergewöhnlichen Sinn für Textgestaltung.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Als sein "musikalisches Testament" bezeichnet Oboist Marcel Ponseele eine Reihe von fünf CDs mit Bachkantaten, aber auch einigen Werken von Bach-Zeitgenossen, die er mit seinem Ensemble Il Gardellino zwischen 2010 und 2012 herausbringt. Wobei er keine finalen Gedanken mit dem Begriff Testament verbindet; nur meint er, man müsse ein Testament schließlich zu Lebzeiten abfassen.
Nun ist die zweite CD dieser Reihe erschienen: "De profundis" steht als Titel darüber, und sie versammelt die Bachkantaten BWV 131, "Aus der Tiefen", und BWV 177, "Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ", sowie die Kantate "Aus der Tiefen" von Christoph Graupner.
Diese Werke sind hier unglaublich leicht und licht, oft fast tänzerisch schwingend, und außerordentlich durchsichtig interpretiert, ohne dass es dem Musizieren aber an Tiefe der Empfindung oder Intensität fehlen würde. Dazu singen und spielen die Musiker von Il Gardellino wunderbar sanglich, nahe am Text, dabei voller Glanz und Süße.
Die Alte Musik-Szene ist entdeckungsfreudig: Immer wieder tauchen in Bibliotheken und Sammlungen lange vergessene Werke auf, finden sich alte Handschriften und Drucke.
Für eine Aufführung benötigt man aber meist Notenmaterial im modernen Erscheinungsbild.
Da dieses Problem auch bei den Sonus-Musikern und vielen mit uns zusammenarbeitenden Veranstaltern immer wieder zur Debatte steht, bieten wir nun auch die Erstellung von Stimmen und Partituren in moderner Computergrafik in Kooperation mit dem frisch gegründeten Notensatzbüro unseres Mitarbeiters Alexander Arlt an. Der Musikwissenschaftler und Musikpädagoge, der sich auf eben solche Probleme spezialisiert hat, tüftelt für Sie mit großer Kompetenz und höchster Begeisterung an unlesbaren Handschriften und vergilbten Drucken!
Ensemble Phoenix Munich auf Entdeckungsreise für Harmonia Mundi
Es ist ein ungewöhnliches Projekt, dem das Ensemble Phoenix Munich da eine CD widmet: Songs von Nick Drake (1948-74), einem modernen Meister der großen englischen Liedermacher-Tradition – gesungen und für Renaissance-Instrumente bearbeitet von Joel Frederiksen. Soeben kommen Joel Frederiksen und seine Musiker von den Aufnahmen zurück, und man kann schon jetzt sehr gespannt auf die CD 'Requiem for a Pink Moon" sein, die vermutlich Anfang 2012 beim Label Harmonia Mundi erscheinen wird.
Drakes heute weitgehend unbekanntem Musikschaffen stellt das Ensemble Lieder bedeutender Renaissance-Komponisten wie John Dowland und Thomas Campion gegenüber. Teile einer gregorianischen Totenmesse umrahmen zudem das gesamte Programm. Eine außergewöhnliche musikalische Zeitreise!
Zum Trost für Fans, die sich schon jetzt ungeduldig auf diese Einspielung freuen, sei jedoch erwähnt: Im Mai wird - ebenfalls bei Harmonia Mundi - die CD Rose of Sharon mit amerikanischer Musik aus dem 18. und 19. Jahrhundert herauskommen!
Januar 2011
Neu bei Sonus: Amphion Bläseroktett
Ein zwiefach klassischer Grund zur Freude: Mit dem Amphion Bläseroktett begrüßen wir ein Ensemble in den Reihen der Sonus-Musiker, das nicht nur vom Repertoire her auf die Musik der Klassik spezialisiert ist, sondern auch schon selbst als Klassiker unter den Gruppen gilt, die sich auf die Harmoniemusik konzentrieren.
Dabei beschäftigen sich die neun Musiker jedoch nicht nur mit den großen Namen unter den Komponisten, die für Harmoniemusik geschrieben haben, sondern widmen sich mit viel Begeisterung und sicherem Geschmack auch immer wieder unbekannteren Autoren zu - was bislang noch jedes Mal höchst hörenswerte Ergebnisse zeitigte!
Willkommen bei Sonus!
Klicken Sie hier für einen ersten akustischen Eindruck des Ensembles.
Alex Potter mit neuer Solo-CD
Solomotetten und Sonaten von Johann Rosenmüller sind auf dieser wunderschönen neuen Solo-CD von Countertenor Alex Potter zu hören, die beim Label Ramée herauskam. Eine CD, die sowohl musikalisch, als auch vom Repertoirewert her bemerkenswert ist: So kann man bei Alex' traumhaft schwebend-geradem Klang, seiner perfekt geführten und doch immer wandlungsfähigen Stimme, seiner optimalen Gestaltung von Text- und Melodielinien ohnehin schon in's Schwärmen geraten, doch außerdem findet sich auf dieser Aufnahme auch noch wunderschöne Musik - darunter mehrere Weltersteinspielungen von Motetten, die der junge Sänger wiederausgegraben hatte.
Begleitet wird der Countertenor dabei vom ungemein engagiert, lebendig und zugkräftig agierenden Ensemble Chelycus, das sich klanglich und musikalisch wunderbar an den Counterklang anpasst, textnah und sprechend gestaltet, und auch in den instrumentalen Werken absolut überzeugt.
Mit Hana Blazikova, Sopran, Satoshi Mizukoshi, Tenor, und Peter Kooij, Bass, sind auf der zuletzt erschienenen CD, dem Volume 47 aus der Reihe der Gesamteinspielung sämtlicher Bach-Kantaten mit dem Bach-Collegium Japan unter Masaaki Suzuki gleich drei der von Sonus vertretenen Sänger sind auf zu hören. Und auch bei dieser Aufnahme mit den Kantaten BWV 36, 47 und 27 kann man sich natürlich wieder an der gewohnten Perfektion, dem wohlausgewogenen, aber doch nie sterilen Musizieren von Suzuki und seinem Ensemble erfreuen.
Lauschen Sie hier einer von Satoshi Mizukoshi musikalisch wunderschön gestalteten und klanglich traumhaft mühelos gesungenen Tenorarie aus BWV 36, 'Schwingt freudig euch empor'!
DEZEMBER 2010
Bach satt mit Bach Ensemble
Das belgische Barockensemble La petite bande lädt am 12. Dezember zu einem besonderen Ereignis ein: Einem Bach-Tag - einer Angelegenheit für echte Hardliner...
Denn dieser Bach-Tag beginnt bereits am Vormittag mit einer Podiumsrunde, bei der sich Joshua Rifkin, Andrew Parrott und Sigiswald Kuijken über die von ihnen praktizierte solistische Besetzung in Werken Bachs austauschen.
Am Nachmittag werden dann die klanglichen Belege für ihre gemeinschaftliche These geliefert: Taverner Consort and Players führen die Kantaten I-III von Bachs Weihnachtsoratorium auf, Joshua Rifkin und sein Bach Ensemble (mit Margot Oitzinger, Alt) die Kantaten IV-VI, und im abendlichen Abschlusskonzert sind diverse Weihnachtskantaten mit La petite Bande (und Gerlinde Sämann, Sopran) unter Sigiswald Kuijken zu hören.
Das fünfte Türchen
Gleich zwei Mal ist unser Ensemble L'Art du Bois im Dezember im Fernsehen zu erleben: Einmal als fünftes Türchen des musikalischen Adventskalenders im SWR Fernsehen am 5. Dezember um 16:00 Uhr.
Und auch Heiligabend kann man sich mit den jungen Musikern verschönen, denn an diesem Tag spielen sie im Weihnachtkonzert "Musikalische Weihnachtsreise", ebenfalls im SWR-Fernsehen.
Friedensseufzer und Kriegsgeschrei zum Christbaumschmücken
Für Christbaumfreunde und Weihnachtsmuffel gleichermaßen zu empfehlen: Am 23. Dezember um 20:05 Uhr wird auf auf WDR3 der Livemitschnitt des Konzertes des Ensembles Concerto Palatino unter Bruce Dickey und Charles Toet übertragen, der bei den Tagen Alter Musik in Herne im November entstand.
Zu hören sind Werke aus der Zeit des 30jährigen Krieges, sowie Kompositionen, die zur Feier des Westfälischen Friedens 1648 entstanden.
NOVEMBER 2010
Schwanengesänge
Schuberts posthum zusammengestelltem Liedzyklus D 957, betitelt Schwanengesang haben Bassbariton Dominik Wörner und sein Begleiter Christoph Hammer (Hammerklavier) nun auf einer wunderbaren neuen CD herausgebracht. -
Natürlich nicht nur in bewährt expressiver, dabei aber sehr natürlicher Manier, sondern auch in konsequent historisch-kritischer Herangehensweise.
So bediente der Sänger sich für diese Einspielung des Notenerstdrucks von Tobias Haslinger von 1829, ließ aber auch im Hinblick auf die Transponierung der Lieder, ihre Reihenfolge auf der CD, sowie das Instrument höchste Sorgfalt walten: Christoph Hammer spielt einen originalen Hammerflügel von Conrad Graf, Wien, aus Schuberts Todesjahr.
Ein weiterer Bonus der Aufnahme besteht darin, dass der posthum so betitelte Schwanengesang hier von den beiden von Schubert selbst so benannten - und erstaunlicherweise recht unbekannten - Liedern mit dem Titel Schwanengesang D 318 und D 744 umrahmt wird.
Daneben wurden dem Zyklus auf der CD noch die Taubenpost D 965A und Sehnsucht D 636 zur Seite gestellt.
Hier können Sie in die Neuerscheinung hineinhören.
Bach auf Laute komplett und live
Das gesamte Werk für Laute von Johann Sebastian Bach spielt der Lautenist Jakob Lindberg in zwei Konzerten in Bremen. Diese finden am 5. und 6. November, jeweils um 19:30 Uhr in der Kirche Unser Lieben Frauen statt.
Und auch, wenn Sie das Konzert nicht live erleben können, müssen Sie sich den kompletten Bach nicht vorenthalten: hat Jakob Lindberg doch Bachs sämtliche Werke auch auf CD eingespielt!
Concerto Palatino und der 30jährige Krieg
Klangpracht live: Musik des 30jährigen Krieges spielte Concerto Palatino unter Bruce Dickey bei einem Konzert der Tage Alter Musik in Herne, dem renommierten Alte-Musik-Festival des Westdeutschen Rundfunks. Sopran singt Sabine Lutzenberger.
Auf dem Programm steht Musik von Komponisten, wie Schütz, Schein, Scheidt, Kindermann, Steuben, Albert und anderen.
Live zu erleben ist das Konzert am 12. November um 16:00 in der Kreuzkirche in Herne - und nachhörbar am 23. Dezember um 20:05 auf WDR3.
Stilvolle CD-Präsentation
Im April 2010 spielte das Mittelalter-Ensemble Ordo Virtutum unter Leitung von Stefan Johannes Morent ein Programm mit Sequenzen, Tropen und Gregorianischem Choral aus dem Kloster Sankt Gallen von Notker dem Dichter für das Label Christophorus ein.
Die daraus entstandene CD wird nun - ganz stilgerecht - am 28. November in Sankt Gallen im Rahmen der Vernissage zur Jahresausstellung der Stiftsbibliothek St. Gallen zum Thema "Musik in Kloster und Stadt St. Gallen" der Öffentlichkeit präsentiert.
Im Handel wird die CD dann ab 1. Januar 2011 erhältlich sein.
OKTOBER 2010
B'Rock wird Fünf
Der erste runde Geburtstag!
Zugegeben, noch kein wirklich beeindruckendes Jubiläum qua Anzahl der Jahre - aber in diesem besonderen Falle unbedingt qua Niveau des Erreichten: So war B'Rock in diesen vergangenen fünf Jahren bereits zu Gast auf vielen der renommiertesten Konzertbühnen und bei vielen der bekanntesten Alte-Musik-Festivals des musikalischen Europa (und darüber hinaus) - angefangen vom Palais des Beaux Arts in Brüssel, das dortige Klarafestival, Antwerpen (deSingel, Amuz), Brügge (Concertgebouw, MAfestival), Gent, über das Concertgebouw Amsterdam, das Festival Alte Musik Utrecht, De Doelen Rotterdam, die Tage Alter Musik Regensburg, die Innsbrucker Festwochen, bis hin zur Styriarte in Graz oder der Wigmore Hall in London.
Daneben bewies das junge Ensemble auch auf inzwischen drei wunderbaren CDs, dass sich an seiner Gründungsidee, mit jungen Musikern und wechselnden Leitern historisch informiert und stilbewusst zu spielen, dabei aber Ausdruck und musikalische Intensität ebenfalls immer im Blick zu behalten, nichts verändert hat.
Wir gratulieren!
Neue CD von Lorenzo Ghielmi
Bachs Triosonaten BWV 525-530 für Orgel finden sich auf dieser neuesten Einspielung von Lorenzo Ghielmi - und zwar in gewohnter Qualität:
Der Organist, Fortepianist und Cembalist setzt hier einmal wieder Standards in der Bach-Interpretation - nicht nur hinsichtlich höchster Klarheit und Durchsichtigkeit, die sich einesteils aus seiner perfekten Phrasierung und Artikulation, anderenteils aus der wunderbaren Sanglichkeit seines Spiels ergibt, sondern auch hinsichtlich seiner höchst farbigen, dabei aber immer ganz natürlich wirkenden Registrierung
Eine wirklich perfekte Aufnahme - die auf Youtube schon ihre Folgen zeitigt. Nehmen Sie eine polyästhetische Hörprobe...
SEPTEMBER 2010
Neu bei Sonus: Passion des Cuivres
Haben Sie schon mal bewusst eine Ophicleide gehört? Nein? Wir können mit diesem erfreulichen Neuzugang Abhilfe schaffen: Das Ensemble Passion des Cuivres - fünf Blechbläser, die sich auf das Spiel historischer Instrumente vor allem des 19. Jahrhunderts spezialisiert haben, und damit sowohl Originalkompositionen dieser Zeit, als auch Arrangements von damals und heute aufführen.
Ein Ensemble, das nicht nur durch diese heute in Europa einmalige Besetzung und das ungewöhnliche, oft augesprochen stimmungsvolle Repertoire fasziniert, sondern auch durch seinen butterweichen, aber strahlenden Klang. Und - es ist nicht nur schön zu hören, sondern auch zu sehen!
Willkommen bei Sonus!
Die Empfehlung der Redaktion: Nehmen Sie doch gleich einen Band Dickens zur Hand, und dann hier eine Hörprobe!
Nachwuchs bei Sonus: L'Art du Bois
Wir freuen uns noch über einen weiteren Neuzugang: L'Art du Bois, das sind sechs junge Musiker, die sich 2004 zu einem Ensemble mit drei Flöten, einer Gambe und diversen Zupfinstrumenten von Theorbe bis Barockgitarre zusammenfanden, und in der kurzen Zeit seither schon vielfach von sich hören machten.
Das Ensemble spielt Musik vom Mittelalter bis zum Barock und überzeugt nicht nur durch absolut souveräne technische Leistungen und die frappierende Virtuosität all seiner Mitglieder, sondern auch durch seine außergewöhnlich lebendigen Interpretationen. Und - nicht zuletzt - durch fundierte, aber auch originelle Programmideen.
Willkommen bei Sonus!
Soeben erschien übrigens beim niederländischen Label Et'cetera die zweite CD von L'Art du Bois, mit dem Titel "Musical Humors & Lamentations"
Hören Sie hier hinein. Vorsicht - erhebliches Suchtpotential!
Auftrittsängste bekämpfen
Ein neues Angebot von Sonus ist die Betreuung bei der Bewältigung von Belastungssituationen (Stress, Ängste, Leistungsdruck). Denn ein bisschen Lampenfieber vor einem Konzert ist normal - und der Sache oft durchaus förderlich. Nimmt dieses Lampenfieber jedoch massivere Formen an, steigert es sich bis zu Leistungs- und Auftrittsängsten, sollte man aktiv etwas dagegen unternehmen. Reine Entspannungstechniken reichen dann meist nicht mehr aus.
Nicht wenige Musiker sind von diesen Problemen betroffen, und deshalb möchte Sonus nun mit diesem Coaching in Zusammenarbeit mit dem Psychologen Professor Dr. Peter Braun die Möglichkeit anbieten, Auftrittsängste, psychologisch verursachte Leistungsbeeinträchtigungen und Neigungen zu Stresssyndromen schnell und effektiv bewältigen zu lernen.
Testament - erster Teil
"Mein musikalisches Testament", so nennt Oboist Marcel Ponseele eine Reihe von fünf CDs mit Bachkantaten, aber auch einigen Werken von Bach-Zeitgenossen, die er mit seinem Ensemble Il Gardellino in den nächsten zwei Jahren herausbringen wird. Ohne, dass er seine musikalische Tätigkeit nach Abfassung dieses Testamentes allerdings zu beenden gedächte. Doch schließlich, meint er, solle man seine Testament ja wohl am besten zu Lebzeiten abfassen...
Die erste CD dieser Reihe, mit den Kantaten BWV 32, 49 und 154, dazu J. Chr. Bachs Cantate "Ach, dass ich Wassers gnug hätte", erschien nun beim belgischen Label Passacaille und trägt den Titel "Desire"/"Verlangen": Eine großartige Einspielung, welche die Bach'schen Werke sämtlich ganz natürlich und unpretentiös, dabei aber wunderbar schwingend und atmend präsentiert - und naturgemäß mit vielen herrlichen Oboensoli begeistert!
Musica Antiqua Brügge ist einer der wichtigsten Wettbewerbe im Bereich der Alten Musik. Er wurde bereits 1964 gegründet und findet seither alljährlich im Juli/August im flämischen Brügge, im Rahmen des MAfestival Brügge statt.
Auch dieses Jahr war Fortepianistin und Cembalistin Linda Nicholson, die seinerzeit selbst zu den Laureaten dieses Wettbewerbs gehörte, wieder Mitglied der Jury für die Fortepianisten: "Wie immer war die Woche, die ich in Brügge beim Wettbewerb verbrachte, sehr interessant und anregend. Es waren weniger Teilnehmer, als sonst, was vermutlich mit dem Repertoire zusammenhing, das mehr auf frühklassische Komponisten, wie CPE Bach und Müthel ausgerichtet war. Das bedeutete aber auch, dass die Teilnehmer, die dann kamen, wirkliche Fortepianisten waren, so dass das Niveau sehr hoch war."
B'Rock XS: Auch klein ganz groß
"Speelstukken" heißen die Werke von David Petersen (1651-1737), die das Barockorchester B'Rock auf seiner neuesten CD präsentiert. Allerdings nicht als Barockorchester, sondern in einer kammermusikalischen Besetzung von fünf Musikern, die unter dem Namen B'Rock XS bereits mit mehreren Projekten auftraten, und stets begeistert gefeiert wurden.
Petersens hochinteressante, vielfältige, und heute leider fast unbekannte Werke (Amsterdam 1683) sind ein wunderbares Beispiel des niederländischen Stylus phantasticus
- dem B'Rock XS mit dieser Aufnahme perfekt gerecht wird: Technisch makellos, dabei teils ungeheuer frei und schwebend, dann wieder straff-rhythmisch akzentuiert spielen die Fünf hier in wirklich kammermusikalischer Manier, mit zwar großer Virtuosität, dabei aber steter Natürlichkeit.
Eine wirklich großartige Aufnahme - auch vom Repertoirewert her - die beim niederländischen Label Et'cetera erschienen ist.
Eine höchst lohnende Koproduktion: Jan De Winne, Traversflöte, und Lorenzo Ghielmi, Cembalo, haben zusammen mit Marco Testori, Violoncello, eine neue CD mit Flötensonaten von Georg Friedrich Händel beim Label Evil Penguin Records Classic vorgelegt. Eine traumhafte Aufnahme, die einen unglaublich ausdrucksstarken Flötisten mit einem wunderbar sanglich spielenden Cembalisten und einem kongenial und expressiv begleitenden Cellisten vereint - und dem Charakter jedes einzelnen Satzes gerecht wird, Händels Musik unvergleichlich vielfältig, von feierlich bis jazzig, von freudig bis traurig, von enthusiastisch bis melancholisch klingen lässt.
Herrlich!
Das Ensemble Ordo Virtutum unter Leitung von Stephan Johannes Morent hat im Juni seine dritte Einspielung für das Christophorus-Label fertig gestellt. Als Start einer Reihe mit ausgewählten musikalischen Schätzen aus der Stiftsbibliothek Sankt Gallen widmet sich die Aufnahme dem Schaffen von Notker dem Stammler, der im 9./10. Jh. als Schöpfer von Sequenzen im Gallus-Kloster hervortrat.
Die CD "Notker der Dichter" - eine Co-Produktion der Stiftsbibiothek mit dem SWR - wird im November in Sankt Gallen vorgestellt werden.
JUNI 2010
Beethoven - vollständig einmalig
Nun ist die Sammlung vollständig: Die vierte und letzte CD dieser wunderbaren Gesamtaufnahme von Beethovens Sonaten für Violine und Klavier mit Linda Nicholson, Hammerflügel und Hiro Kurosaki, Barockvioline, ist beim Label Accent erschienen.
Alle vier CDs dieser Gesamteinspielung wurden auf originalen (!) Instrumenten der Beethoven-Zeit eingespielt: Insgesamt fünf verschiedene Hammerflügel aus der Sammlung Nicholson, zwei originale Violinen und drei unterschiedliche Bögen kamen dabei, entsprechend der jeweiligen Enstehungszeit und dem Charakter der einzelnen Werke zum Einsatz. Das ist authentische Aufführungspraxis vom Feinsten - die aber auch musikalisch nichts zu wünschen übrig lässt: Jede Phrase differenziert und überlegt gespielt, dabei ungemein mitreißend und lebhaft musiziert.
Ein auf dem Plattenmarkt bislang einzigartiges Zeugnis historischer Sorgfalt.
Eine glückliche Insel - jetzt besonders. Denn das Ensemble Ordo Virtutum unter Leitung von Stephan Johannes Morent spielte auf seiner neuesten CD "Insula Felix" mittelalterliche Musik von der Insel Reichenau im Bodensee ein, und das in musikalisch angsprechendster Weise: Schwingend und leicht, innig und atmosphärisch ungemein dicht. Und was die Authentizität betrifft, spielt sogar die Akustik mit - entstand die Aufnahme doch in der St. Georgskirche auf der Reichenau selbst.
Die CD ist in Zusammenarbeit mit dem SWR beim Label Christophorus erschienen.
Der Weg in die Zukunft ist beschritten - B'Rock spielte sein erstes reines Klassikprogramm: On the road to Mozart's harem, ein Konzert mit Musik von Franz Xaver Süßmayr, Gluck und Hasse war am 19. Juni zuerst bei den Musikfestspielen Postdam Sanssouci zu hören, und dann zum zweiten Mal am 15. August beim MAfestival im flämischen Brügge. Die Leitung hatte Frank Agsteribbe.
Frisch auf dem Markt: Die elfte Folge der Bachkantaten mit dem Ensemble La Petite Bande unter Sigiswald Kuijken ist soeben beim Label Challenge erschienen - in überlegter und mitreißender Interpretation und mit solistischer Sängerbesetzung.
Gerlinde Sämann singt in dieser Einspielung wieder einmal die Sopranpartie, und lässt dabei sowohl klanglich, als auch musikalisch nichts zu wünschen übrig.
Der "Roman de la Rose", dessen erster Teil um 1230 von Guillaume de Lorris verfasst wurde, war eines der meist gelesenen und am häufigsten kopierten Bücher des Mittelalters. Auf ihrer neuesten CD interpretieren Sabine Lutzenberger und ihr Ensemble PerSonat Liebeslieder zu diesem frühen Meisterwerk der Weltliteratur.
Diese großartige, sehr subtil und überlegt gestaltete, dabei aber immer lebendig und mitreißend wirkende Einspielung erschien am 1. April beim Label Christophorus.
Genießen Sie einen Höreindruck dieser wunderbaren Liebeslyrik und -musik aus dem Frankreich des 13. und 14. Jahrhunderts!
Vivaldi und die Vier Jahreszeiten
"Le Quattro Stagioni" - kaum ein Werk des barocken Musikrepertoires ist so bekannt und beliebt, wird so häufig gespielt und auf Platte aufgenommen, wie diese 1725 entstandenen vier Concerti des venezianischen Komponisten Antonio Vivaldi.
Bernhard Moosbauer, der sich als Barockgeiger und Musikwissenschaftler schon seit Jahren immer wieder mit Vivaldis Werk befasst hat, stellt diese Jahreszeiten-Konzerte nun in einem hochinteressanten Buch vor, das soeben beim Bärenreiter-Verlag erschienen ist. Darin analysiert er die Komposition nicht nur musikalisch, sondern vermittelt auch Einblicke in ihren Entstehungsprozess, sowie in das kulturelle Umfeld Vivaldis im Venedig seiner Zeit.
Bernhard Moosbauer: Antonio Vivaldi. Die Vier Jahreszeiten. Bärenreiter Werkeinführungen. ISBN 978-3-7618-1583-0. Bärenreiter-Verlag 2010. 158 Seiten. € 14,95 / CHF 26.90.
Joshua Rifkin auf ungewohnten Wegen
Nachdem Joshua Rifkin im August vergangenen Jahres in Antwerpen bereits ein Konzert mit dem hervorragenden niederländischen Vokalensemble Cappella Pratensis geleitet hatte, wird das damals aufgeführte Programm nun im April in Antwerpen auch auf CD eingespielt werden.
Dieses Programm "Der Medici-Codex" umfasst Musik aus eben diesem Kodex, einem Chorbuch mit vielen der besten und beliebtesten Werke vom Beginn des 16. Jahrhunderts in Rom, die Papst Leo X. seinerzeit kopieren ließ. Auf der CD der Cappella Pratensis werden Stücke von Komponisten wie Andreas De Silva, Adrian Willaert, Jean Mouton und Josquin Desprez zu hören sein.
Ein Höreindruck in Form eines kurzen Liveausschnittes des letztjährigen Konzertes erwartet sie hier.
MÄRZ 2010
Neueinspielung Bachscher Gambenwerke
Eine neue Aufnahme der drei Sonaten für Viola da Gamba von Johann Sebastian Bach spielten Lorenzo Ghielmi und sein Bruder Vittorio Ghielmi für das belgische Label Passacaille ein.
Für die CD, die im Herbst erscheinen wird, kamen ein deutsches Cembalo und Lorenzo Ghielmis Nachbau eines Hammerflügels von Gottfried Silbermann zum Einsatz.
Hana Blažíková mit Matthäuspassion auf Tournee und in 3sat
Sopranistin Hana Blažíková ist vom 23. März bis 3. April mit dem Collegium Vocale Gent unter Philippe Herreweghe mit Bachs Matthäus Passion auf Tournee durch zehn Städte in Österreich, Deutschland und Belgien.
Doch auch, wer nicht live dabei ist, kann sich einen Eindruck verschaffen: Am Karfreitag, 2. April ab 21 Uhr wird eine Aufzeichnung des Essener Konzertes im Programm 3sat ausgestrahlt.
Beethoven, die Dritte
Endlich ist sie da: Die dritte CD der Gesamtaufnahme von Beethovens Sonaten für Violine und Klavier, welche die Fortepianistin Linda Nicholson und der Geiger Hiro Kurosaki im letzten Jahr gestartet hatten, ist beim Label Accent erschienen.
Auch diese Folge wurde selbstverständlich auf originalen (!) Instrumenten der Beethoven-Zeit eingespielt. Die vierte und letzte CD wird übrigens im Juni auf den Markt kommen.
FEBRUAR 2010
Neue CD: Johannespassion von Francesco Feo
Lorenzo Ghielmis Wiederentdeckung endlich auf CD: Der Neapolitaner Francesco Feo komponierte seine Passio secundum Joannem 1744 auf den lateinischen Passionstext. Jahrhundertelang lag das Werk in einer Bibliothek vergraben, bis Lorenzo Ghielmi es entdeckte, und nun in einer Weltersteinspielung beim belgischen Alte-Musik-Label Passacaille - pünktlich zur Fastenzeit - dem Publikum vorstellt.
Bei dieser CD beeindrucken nicht nur die wunderbare, in vielem an Feos engen Freund Pergolesi erinnernde Musik und die subtile, aber durchaus auch italienisch-sinnliche Interpretation durch Lorenzo Ghielmi und sein Ensemble La divina armonia, sondern auch das 80 Seiten starke Booklet mit den wunderbaren Abbildungen der Kreuzwegstationen am Sacro Monte di Varese.
Hören Sie hinein!
Matthäuspassion mit Gerlinde Sämann
In klangschöner, schlanker Interpretation, mit ausgezeichneten Solisten und einem bewährten Orchester erschien beim Label Challenge soeben eine neue CD aus der Bach-Reihe von Sigiswald Kuijken und seinem Ensemble La Petite Bande: Bachs Matthäuspassion, solistisch interpretiert mit acht ausgezeichneten Sängern und einem sehr runden Gesamkonzept.
Als Sopranistin können Sie sich bei dieser Neuerscheinung über Gerlinde Sämann freuen, die mit viel Glanz, geradezu instrumentaler Beweglichkeit, perfekter Textverständlichkeit und dabei traumhafter Natürlichkeit singt.
JANUAR 2010
Wir wünschen allen Freunden der Alten Musik, unseren Musikern, Kunden und Mitarbeitern ein gutes neues Jahr 2010 - mit vielen wunderbaren Konzerterlebnissen und musikalischen Sternstunden!
Jetzt auch mit Laute!
Wir sind stolz und glücklich, nun endlich auch einen Lautenisten unter unseren Musikern zu vertreten: Jakob Lindberg, den großen Sänger unter den Lautenisten, der - unter zahlreichen anderen Instrumenten seiner Sammlung - die wohl älteste erhaltene Laute der Welt bespielt.
Genießen Sie ein Hörbeispiel!
London Fortepiano Trio
In kaum einer Besetzung kommen die klanglichen Vorzüge des historischen Instrumentariums so deutlich zum Tragen, wie im Klaviertrio. Deshalb war es uns ein ganz besonderes Anliegen, auch ein solches unter unseren Ensembles zu haben. Mit dem London Fortepiano Trio können wir Ihnen nun eine der großartigsten und bekanntesten Formationen dieser Art in der Szene anbieten.
Willkommen!
Brillanter Barockgeiger
Brillanter Solist, versierter Kammermusiker und vielgefragter Konzertmeister einiger der renommiertesten Barockorchester der Szene, Hochschullehrer und Coach für auf modernem Instrumentarium musizierende Orchester: Kaum ein Barockgeiger ist in so vielen Bereichen tätig und dabei so erfolgreich, wie der österreichisch-japanische Musiker Hiro Kurosaki, den wir uns sehr freuen, künftig ebenfalls vertreten zu dürfen.
Hören Sie ihn in einem Ausschnitt aus der neuen Gesamtaufnahme aller Beethoven-Violinsonaten zusammen mit Linda Nicholson.
DEZEMBER 2009
Britische Clavierkultur
Clavierkultur aus bestem Hause: Mit Linda Nicholson arbeiten wir zu unserer größten Freude nun zukünftig nicht nur mit einer der besten Cembalistinnen/Fortepianistinnen der Welt zusammen, sondern auch noch mit einer der kompetentesten Spezialistinnen für das historische Tasteninstrumentarium. Denn Linda Nicholson nennt eine sehr bedeutende Sammlung von Originalinstrumenten ihr eigen - die sie natürlich auch bespielt.
Und diese Erfahrung hört man ihrem Spiel an - überzeugen Sie sich bei einem Klangbeispiel!
NOVEMBER 2009
Welcome new world!
Wir freuen uns, mit dem Dirigenten, Cembalisten, Pianisten und Wissenschaftler Joshua Rifkin und seinem Bach Ensemble zukünftig einen der großen amerikanischen Pioniere der Alten Musik und sein Ensemble vertreten zu dürfen - die freilich in Europa ebenso bekannt sein dürften, wie in ihrer Heimat.
Fast schon legendär - und immer wieder heftig diskutiert! - sind Joshua Rifkins solistisch besetzte und ungemein dichte Aufführungen der großen Bach'schen und anderer Werke, die wir in den nächsten Jahren vermehrt wieder in Europa zu hören hoffen; doch ebenso interessant finden wir seine Rekonstruktionen und Forschungen, von denen wir auch unsere Kunden und Musiker profitieren lassen möchten.
Bach-Motetten in vollendeter Wort-Ton-Harmonie
Soeben erschienen: Sämtliche Bach-Motetten in einer Neueinspielung von Sette Voci unter der Leitung von Peter Kooij. Es handelt sich dabei um eine Aufnahme mit solistischen Stimmen, die in diesem Falle vom Feinsten besetzt waren: Hana Blazikova, Zsusi Toth, Damien Guillon, Robin Blaze, Satoshi Mizukoshi, Chris Watson, Dominik Wörner und Jelle Draijer singen hier, begleitet von einem kleinen Continuo-Ensemble.
Selten dürfte man diese Werke in so durchsichtiger, so differenzierter und gleichzeitig klangstarker Interpretation gehört haben! Diese Einspielung zeigt, dass perfekte Artikulation und interpretatorische Textnähe einer opulenten, oft geradezu sinnlichen Klangpracht nicht entgegenstehen müssen!
Hier geht es direkt zu einem Hörbeispiel.
OKTOBER 2009
B'Rock: Debut bei Hofe
Am 27. Oktober wird dem belgischen Barockorchester B'Rock eine Ehre zuteil, die noch nicht vielen Orchestern zukam: Die jungen Musiker spielen auf Einladung des belgischen Königshofs ein Privat-Konzert für die königliche Familie.
Eine Einladung, auf die sie zu Recht sehr stolz sind - und Sonus mit ihnen!
Ein neuer Tenor!
Ein neuer Stern am europäischen Tenor-Himmel - und bei Sonus: Satoshi Mizukoshi überzeugt nicht nur durch seine wunderbare Stimme, seine frappierend sichere Technik, sondern auch durch seine große Musikalität und seine sichere Behandlung von Texten in jeder Sprache.
In Japan seit mehr als zehn Jahren in der Alten-Musik-Szene ein bekannter Bach-Spezialist - unter anderem dank seiner zahlreichen Konzerte mit dem Bach Collegium Japan unter Masaaki Suzuki - lebt der junge Sänger seit einiger Zeit in Den Haag, wo er sich am Konservatorium in Alter Musik vervollkommnete, und arbeitet nun erfreulicherweise auch immer mehr mit europäischen Ensembles und Dirigenten.
Hier geht es direkt zu einem Hörbeispiel.
Musikgeschichtsträchtiger Erstauftritt
"Die Gottesstreiter" - mit diesem Programm tritt das Mittelalterensemble PerSonat am 13. und 14. Oktober erstmals an sehr geschichtsträchtigem Orte auf: Dem bekannten Kloster Montserrat in Spanien.
Dabei stellen Sabine Lutzenberger, Miriam Andersen und Felix Stricker französische Musik aus der Zeit um 1200 vor, in der sich religiöse und philosophische Traditionen und Reformbestrebungen gegenüberstehen.
Neue Saison für Mars und Venus
Am 1. Oktober startet das Ensemble Phoenix Munich unter seinem Gründer Joel Frederiksen in die dritte Saison seiner Konzertreihe im Mars-Venus-Saal des Bayerischen Nationalmuseums in München. Unter dem Titel 'Requiem for a Pink Moon' kombiniert das Ensemble dabei die gregorianische Totenmesse mit Liedern der Renaissance und Songs des britischen Liedermachers Nick Drake (1948-74). Ein spannendes Unternehmen!
Die nächsten Konzerte der Reihe werden am 13.Dezember 2009 und 14. Februar 2010 stattfinden.
SEPTEMBER 2009
Die "Glückliche Insel" in Tönen
Anfang September spielt das Ensemble Ordo Virtutum seine zweite CD für das Christophorus-Label ein. Die Platte mit dem Titel "Insula felix - Musik aus der mittelalterlichen Blütezeit des Inselklosters Reichenau" wird in Koproduktion mit dem SWR in der romanischen St. Georgs-Kirche auf der Insel Reichenau aufgenommen und soll im Frühjahr 2010 erscheinen.
B'Rock auf Erfolgskurs
Ein großer Erfolg war der erste Auftritt unseres Barockorchesters B'Rock beim Festival Alter Musik in Innsbruck auf Einladung von dessen Leiter René Jacobs.
B'Rock sei eines der interessantesten jungen Orchester, die es im Augenblick gebe, äußerte Jacobs, und zeigte sich besonders beeindruckt vom hohen Niveau des Zusammenspiels, dem Klang und der feinen dynamischen Differenzierung des Orchesters. Er selbst wird mit B'Rock erstmals im Frühjahr 2012 eine Händel-Oper im Theater La Monnaie in Brüssel aufführen.
AUGUST 2009
Neu bei Sonus: Concerto Palatino
Ein neuer klanglicher Glanzpunkt für unsere Agentur: Sonus vertritt nun mit Concerto Palatino ein weiteres weltweit renommiertes Ensemble, das sich sowohl durch seine Entdeckerfreude, seinen brillanten Gesamtklang und seine musikalische Expressivität auszeichnet, als auch durch die wirklich frappierende Virtuosität seiner Mitglieder.
Ein Traum in Zinken und Posaunen, den zu vertreten wir sehr glücklich sind!
Bruce Dickey
Dazu begrüßen wir mit großer Freude einen der beiden Gründer von Concerto Palatino, den wunderbaren Zinkenisten Bruce Dickey, auch als Solisten in den Reihen der Sonus-Musiker - und freuen uns auf prachtvolle Zinkenrezitals!
JULI 2009
Meisterkurs in Mittelalter
Vom 15.-19.September findet die zweite Akademie für Musik des Mittelalters an der Landesakademie Baden Württemberg in Ochsenhausen statt. Der Meisterkurs steht wiederum unter dem Thema 'Umgang mit Musik des Mittelalters. Grundlagen - Techniken'. Dozenten sind Susanne Ansorg und Prof. Dr. Stefan Morent vom Ensemble Ordo Virtutum.
Anmeldeschluß für den Kurs ist am 14.Juli!
JUNI 2009
Margot Oitzinger neu bei Sonus
Endlich hat Sonus auch eine Mezzosopranistin/Altistin gefunden: Margot Oitzinger, Leipziger Bachpreisträgerin 2008, erfreut nicht nur mit einer selten schönen, warmen, ungemein farbenreichen und beweglichen Stimme, sondern überzeugt auch mit geradezu schlafwandlerisch sicherem musikalischen Stilempfinden und Ausdruckswillen. - Und dazu sprüht die junge Grazerin noch vor Charme...
Neu bei Sonus: Lorenzo Ghielmi und La Divina Armonia
Wir sind glücklich, mit Lorenzo Ghielmi seit Neuestem einen der besten und auch bekanntesten Organisten, Cembalisten, Dirigenten und Orgelkundigen der Alten-Musik-Welt in die Reihen von SONUS aufgenommen zu haben.
Und das Glück wird perfekt durch sein Ensemble La Divina Armonia, das in variabler Besetzung - vom Kammermusikensemble bis zum kleinen Orchester - Musik vor allem des Barock und der Klassik aufführt.
Die Zusammenarbeit mit Sonus beginnt mit einem besonders spannenden Projekt: Konzerten mit der Johannes-Passion des Pergolesi-Freundes Francesco Feo, die Lorenzo Ghielmi nach zweieinhalb Jahrhunderten wiederentdeckt und ediert hat (hier geht's direkt zu einem Hörbeispiel).
Eine CD mit dieser höchst interessanten Ausgrabung ist bereits eingespielt und wird im Frühjahr 2010 auf den Markt kommen.
MAI 2009
Heilig Blut auf CD
Ende Mai ist beim Label Christophorus die neue CD des Ensemble Ordo Virtutum erschienen, auf der das Heilig-Blut-Offizium 'O quam verandus est sanguis iste' zu hören ist. Die Aufnahme entstand in Co-Produktion mit dem Verein zur Förderung der Musik Oberschwabens e.V. und dem SWR (Hörbeispiel).
Händel entstaubt bei B'Rock
Eine uneingeschränkt großartige zweite CD brachte auch das belgische Barockorchester B'Rock gerade auf den Markt: Concerti Grossi und Ouverturen von Georg Friedrich Händel erklingen hier unglaublich frisch, mit intensivem Bass und strahlenden Höhen bei dennoch stets perfekt überlegter Balance - und selten hört man ein Orchester so virtuos-lebendig und gleichzeitig so homogen spielen!
Da hüpft man als Hörer unwillkürlich im Sessel vor der Stereoanlage mit, und freut sich gleichzeitig an den vielen, ganz neuen Blickwinkeln, in die B'Rock diese vermeintlich wohlbekannten Händelschen Werke stellt. (Bitte klicken für ein Hörbeispiel!)
Erschienen ist die CD beim niederländischen Label Etcetera.
APRIL 2009
Ensemble Ordo Virtutum neu bei Sonus
Wir freuen uns, mit dem Ensemble Ordo Virtutum unter der Leitung von Stefan Johannes Morent künftig eine weitere Mittelalter-Gruppe vertreten zu können - welche nicht nur mit kammermusikalischen Besetzungen arbeitet, sondern auch szenische Produktionen mittelalterlicher Musik und Dichtung auf die Bühne bringt.
Bach Nr.43
Gleich zwei unserer Sänger kann man auf der Ende April erschienenen 43. Folge der Gesamteinspielung der Bach-Kantaten von Masaaki Suzuki und dem Bach Collegium Japan erleben. Hana Blažíková, Sopran, und Peter Kooij, Bass, singen zusammen die Kantate BWV 57 (Dialogus-Kantate für Sopran und Bass), dazu BWV 151 und BWV 110 mit Robin Blaze, Altus, und Gerd Türk, Tenor.
Eine sehr gelungene Produktion beim Label BIS, die ebenso mit Perfektion und Brillanz aller Beteiligten überzeugt, wie mit der oft einfach ob ihrer bewussten Schlichtheit anrührenden, emotionalen Intensität.
Alex Potter neu bei Sonus
Auch bei den Sängern gibt es Neues zu vermelden: So vertritt Sonus seit Neuestem außer Alexander Schneider auch den britischen Countertenor Alex Potter, der schon im Knabenchor erste und umfassende Gesangserfahrungen gewinnen konnte und in den letzten Jahren mit seinem schwebend klingenden und intensiv geführten Alt als Solist unter vielen bekannten Dirigenten, wie Thomas Hengelbrock, Frieder Bernius oder Philippe Herreweghe auf sich aufmerksam machte.
il Gardellino neu bei Sonus
Wir freuen uns, mit il Gardellino in Zukunft eine weitere sehr renommierte Gruppe aus Belgien anbieten zu können. Das Ensemble spielt seit über 20 Jahren eine wichtige Rolle im internationalen Alte-Musik-Leben und widmet sich dabei insbesondere dem Repertoire des Barock und der Klassik.
Außerdem sind wir entzückt, Jan De Winne, Traversflöte, und Marcel Ponseele, Barockoboe, auch als Solisten in den Reihen unserer Musiker begrüßen zu dürfen.