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Juni 2016


La Divina Armonia: Neue Bach-CD!Bild La Divina Armonia

Man denkt spontan an in Töne gegossenen Sonnenschein, bei dieser neuen CD von La Divina Armonia, die soeben beim belgischen Label Passacaille erschien: Selten hört man Bach so luzid und cantabel, gleichzeitig federnd-dynamisch und intensiv, tänzerisch und lyrisch!

Unter Leitung von Lorenzo Ghielmi, der auch das Cembalo spielt, sind darauf Bach'sche Concerti für Cembalo, für Violine, und das Tripelkonzert für Flöte, Violine und Cembalo, BWV 1044 zu hören, außerdem die Kantate Non sa che sia dolore. Als Solisten brillieren - neben Lorenzo Ghielmi - Alice Rossi, Sopran, Jan De Winne, Traversflöte, und Mayumi Hirasaki, Violine, und bescheren dem Hörer ein wahres Feuerwerk virtuoser Leichtigkeit, gepaart mit technischer Meisterschaft und Raffinesse.

Hier können Sie als erste Impression das Allegro aus Bachs Cembalokonzert BWV 1055 genießen:


Boreas Quartett Bremen auf TourBild Boreas Quartett Bremen

Es waren zwei konzertreiche Monate für die vier jungen Damen des Boreas Quartett Bremen: Zwischen Ende Mai und Ende Juni war das Blockflötenquartett wieder einmal als Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs in der Bundesauswahl junger Künstler des Deutschen Musikrats auf Tour durch Deutschland. Vom Schwarzwald bis an die Nordsee konzertierten sie unter anderem mit ihren Programmen Il Flauto Magico, Die Kunst der Fuge, aber auch mit ihrem neuen Kinderprogramm Die Bremer Stadtmusikanten.

Hören Sie hier, was die Hörer bei den Konzerten dieses charmanten Ensembles so begeistert:


Übrigens: Gerade haben die vier Musikerinnen ihr neuestes Programm vorgelegt: Luther tanzt - weltliche Musik der Luther-Zeit.
Kontaktieren Sie uns gerne für detaillierte Informationen!


Mai 2016


Hildegard-Tag in Brüssel mit Per-Sonat und Ordo VirtutumBild Ordo Virtutum

Ein ganzer Konzerttag, der Hildegard von Bingen gewidmet ist: Das renommierte Konzerthaus Bozar in Brüssel bewies am 21. Mai einmal wieder Mut auch zu ungewöhnlichen Programmen - und Geschmack in der Auswahl der Interpreten: Sowohl Ordo Virtutum unter Leitung von Stefan Morent, als auch Per-Sonat mit Sabine Lutzenberger und Baptiste Romain gehörten zu den (insgesamt drei) konzertierenden Ensembles.

In der Kapellekerk Brüssel brachte Ordo Virtutum ein weiteres Mal das Programm seiner Holland-Tournee mit Kompositionen von Hildegard und Hermann dem Lahmen zur Aufführung, während Per-Sonat - die spätestens seit Erscheinen ihrer enthusiastisch gefeierten Hildegard-CD im Jahr 2013 zu den renommiertesten Interpreten dieser Musik weltweit gehören - sich rein auf Hildegard beschränkte.

Hier können Sie ein Stückchen Hildegard mit Sabine Lutzenberger hören:


Hana Blažíková und Bruce Dickey: Breathtaking, first cut Bild Hana und Bruce

Es dauert nicht mehr lang, dann können Fans von Hana Blažíková und Bruce Dickey sich freuen und genießen: Der first cut der CD zum Programm Breathtaking ist da - und in Kürze wird dann auch die CD erscheinen.

Ein Konzert mit dem Programm am 6. August in Boppard, im Rahmen des Festivals Rheinvokal, muss übrigens leider wegen Krankheit ohne Hana stattfinden - an ihrer Stelle musiziert hier die kanadische Sopranistin Suzie LeBlanc mit Bruce Dickey. Doch ist für März 2017 bereits eine Tournee mit mehreren Breathtaking-Konzerten in den Niederlanden geplant.

Hören Sie hier schon einmal Sigismondo D'India's Langue al vostro languir als kleinen Vorgeschmack auf die CD:


April 2016


Schubert mit David Munderloh und Joshua RifkinBild David Munderloh

Franz Schuberts Liederzyklus Die schöne Müllerin stand auf dem Programm eines wunderbaren, intimen Konzertabends, den Tenor David Munderloh und Joshua Rifkin, Klavier, am 6. April im schweizerischen Basel gaben.

Um 20 Uhr brachten die beiden Musiker die 20 Lieder des Zyklus, mit denen sich beide bereits seit Jahren immer wieder befasst hatten, im Schmiedezunftsaal zum Klingen. Eine traumhafte Aufgabe für zwei außergewöhnliche Interpreten, die sich diesem Repertoire auf eine sicherlich ganz eigene, aber ohne jeden Zweifel immer sehr fundierte Weise näherten.

Hier finden Sie einen Live-Eindruck von diesem Konzert:


Ordo Virtutum auf Tournee durch die NiederlandeBild Ordo Virtutum

Musik von Hildegard von Bingen und Hermann dem Lahmen, von dem Hildegard sich immer wieder inspirieren ließ und die sie sammelte, wird Ensemble Ordo Virtutum unter Leitung von Stefan Morent vom 17. bis zum 24. April in acht Konzerten in Holland präsentieren.

Das Besondere daran ist auch, dass Stefan Morent, obwohl man diese Werke aus dem Codex Dendermonde heute meist von Frauenstimmen interpretiert hört, in diesen Konzerten ganz auf Männerstimmen setzt. Denn mehr als 40 Jahre lang hatte Hildegard in Disibodenberg die Benediktinermönche singen hören - und den Codex Dendermonde schließlich schenkte sie den Zisterziensermönchen in Villers. So hält es Morent für sehr wahrscheinlich, dass ihre Musik dort auch von den Mönchen gesungen wurde, und möchte sich klanglich an dieser These orientieren.

Die Konzerte finden unter anderem in Amsterdam, Rotterdam, Delft, Maastricht und Utrecht statt. Hier finden Sie den genauen Tourplan sowie die Möglichkeit, Karten zu bestellen.


März 2016


Laurence Dreyfus: Portrait auf BR KlassikBild Laurence Dreyfus

Über sich selbst, seine künstlerischen Aktivitäten und über die Musik, die er liebt, sprach Laurence Dreyfus am 31. März eine Stunde lang in der Sendung "Klassik Plus" auf dem deutschen ARD-Sender BR Klassik.
Hier finden Sie weitere Informationen.

Übrigens: Vom 25. bis 30. August 2016 findet einer der seltenen Meisterkurse mit Laurence Dreyfus im wunderschönen Schloss Seehaus nahe Nürnberg statt. Hier finden Sie die Details!


Ensemble Villancico auf BR KlassikBild Ensemble Villancico

Knapp ein Jahr nach ihren zwei Auftritten mit Liveübertragung bei der langen Nacht der Alten Musik, einem Alte-Musik-Event des Bayerischen Rundfunks im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, war eines der damaligen Konzerte von Ensemble Villancico unter Leitung von Peter Pontvik wieder im Bayerischen Rundfunk zu hören.

Am 25. März um 22:05 Uhr konnte man das Programm Schnee im Feuer auf BR Klassik genießen.


La Divina Armonia: Tournee in Holland und BelgienBild La Divina Armonia

Am 8. März ging es los: In sechs Konzerten präsentierte Barockorchester La Divina Armonia unter Leitung von Lorenzo Ghielmi, der auch für die Orgelsoli verantwortlich zeichnete, in sechs Konzerten ein prächtiges Programm rund um Arcangelo Corelli und Georg Friedrich Händel - zwei gleichermaßen renommierte Komponisten, die sich Anfang des 18. Jahrhunderts in Rom gar persönlich kennengelernt haben, und dabei naturgemäß auch ein Stück weit in Konkurrenz zueinander standen.

Das Programm war zwischen 8. und 13. März in Brüssel, Maastricht, Utrecht, Rotterdam, Dronten und Vlissingen zu hören; gespielt wurden neben den Concerti Grossi Corellis Händel'sche Orgelkonzerte (ausgeziert durch Lorenzo Ghielmis brillante Improvisationskunst), für deren Einspielung auf zwei CDs La Divina in den letzten Jahren zahlreiche Auszeichnungen erhielt; unter anderem einen Diapason d'or d'année.

Das Konzert am 10. März aus Tivoli Vredenburg Utrecht wurde live auf Radio MAX ausgestrahlt. Hier können Sie es nachhören!


PHANTASM in Oxford, London - und live auf BBC 3Bild PHANTASM

Am 2. März war PHANTASM mit Laurence Dreyfus einmal wieder in Oxford zu Gast: Gemeinsam mit dem Choir of Magdalen College Oxford gestalteten die Gambisten einen Evensong in der Kapelle des Colleges.
Auch Kontinentaleuropäer übrigens können diesen Gottesdienst hier bis Ende März nachhören.

Am 4. März trat PHANTASM das nächste Mal live in BBC 3 auf: In der Sendung »In Tune« wurden Gespräche mit Laurence Dreyfus, sowie Musik von William Lawes und Henry Purcell direkt aus dem Studio gesendet.
Hier kann man auch diese Sendung bis zum 1. April nachhören. PHANTASM beginnt bei 7'20.

Diese Übertragungen waren auch ein Vorgeschmack auf PHANTASMs Konzert am 7. in der Wigmore Hall in London, das zweite Konzert der Purcell-Reihe des Consorts dort, mit Werken für bis zu sieben Gamben nicht nur von Purcell selbst, sondern auch von Gibbons, Jenkins, Lawes, Ward und Parsons.


Sabine Lutzenberger: Johannespassion mit Frieder BerniusBild Sabine Lutzenberger

Zum ersten Mal trat Sabine Lutzenberger am 21. und 22. März mit dem Kammerchor Stuttgart und dem Stuttgarter Barockorchester unter Frieder Bernius auf; eine Zusammenarbeit, die sie sehr genoss.

In zwei Konzerten in Brixen und Bozen sang sie die Altarien in Bachs Johannespassion - und bewies damit einmal wieder die erstaunliche Flexibilität und Vielseitigkeit ihrer so wunderbar bruchlosen Stimme: Als Mezzosopranistin mit einer leichten Höhe und einer erstaunlich kräftigen, aber drucklosen Tiefe fühlt sie sich sowohl in den Sopranpartien Monteverdis oder Caccinis, als eben auch in den Altarien eines Bach oder Händel vollkommen zu Hause.
Und überall kommen ihre großen Stärken zum Tragen: Hervorragende Intonation, perfekte Fokussiertheit der Töne und vor allem ungeheuer expressive und bewusste musikalische Gestaltung des Textes.

Hören Sie hier ein Stück Bach aus einem Live-Mitschnitt mit ihr.


Februar 2016


Ars Antiqua Austria in Clermont-FerrandBild Ars Antiqua Austria

Zwei sehr bejubelte Konzerte mit einer Auswahl aus Heinrich Ignaz Franz von Bibers Rosenkranzsonaten spielten Ars Antiqua Austria mit Gunar Letzbor, Violine, am 2. und 3. Februar auf Einladung der Comédie im französischen Clermont-Ferrand in ihrer üblichen, packend-mitreißenden und sehr charismatischen Interpretationsweise, der man sich als Hörer kaum entziehen kann.

Für diese virtuosen und hochkomplexen Sonaten, deren jede eine andere Stimmung der Violine verlangt, reiste Letzbor mit vier Geigen - sonst wäre ein solches Programm an einem Abend kaum möglich gewesen.

Entsprechend groß war denn auch die Begeisterung des Publikums. Hören Sie hier, warum.


Lorenzo Ghielmi auf Japan-TourneeBild Lorenzo Ghielmi

Zwei Wochen lang erfreute Organist und Cembalist Lorenzo Ghielmi seine - inzwischen sehr zahlreichen - japanischen Fans mit einer Reihe von Konzerten in Hallen mit bis zu 2.000 Plätzen, die sämtlich ausverkauft waren.

Seine Tour begann mit Rezitals in Mito, Gifu und Tokio, dazu spielte er mehrere Duo-Konzerte mit Geigerin Mayumi Hirasaki.
Am 11. Februar wurde sein Orgelrezital im Metropolitan Theatre Tokio gar im japanischen Fersehen übertragen.

Hier können Sie nachvollziehen, was die japanischen Tasten-Liebhaber so begeistert.


Bruce Dickey in USA und MexikoBild Bruce Dickey

Seit dem 30. Januar ist Zinkenist Bruce Dickey auf Tournee in den USA und Mexiko. Seine Verpflichtungen dort begannen mit einem Konzert im Metropolitan Museum in New York, zusammen mit Julliard 415 und Jordi Savall, es folgten Konzerte mit dem Organisten Liuwe Tamminga beim Oaxaca International Organ and Early Music Festival in Mexiko, sowie in diversen Städten der USA, wie Arizona, Palm Springs, Eugene oder Cleveland, bevor beide Musiker Anfang März wieder nach Europa zurückkehrten.

Auf dem Programm der Konzerte standen Werke von Bruce Dickeys jüngster CD La Bella Minuta, die er mit spanischer und mexikanischer Orgelmusik kombinierte. Der Zink wird hier gewissermaßen zu einem Teil der Orgel, da er in diesen polyphonen Stücken den höchsten Part übernimmt, und - wir sprechen von Bruce Dickey! - natürlich reich diminuiert.

Gewinnen Sie hier einen Eindruck in seine traumhafte Verzierungskunst!


Januar 2016


London Fortepiano Trio in ÖsterreichBild London Fortepiano Trio

Mozart in Salzburg mit dem London Fortepiano Trio - das war ein Fest für Auge und Ohr. Denn Hiro Kurosaki, Violine, Herbert Lindsberger, Viola, und Linda Nicholson, Hammerflügel, konzertierten nicht nur im Tanzmeistersaal des Mozart-Wohnhauses, sondern auch noch auf den Originalinstrumenten aus Mozarts Besitz: Von der Violine bis zum Walter-Flügel!

Das Konzert fand am 30. Januar im Rahmen der traditionsreichen Salzburger Mozartwoche statt, und auf dem Programm standen neben dem Duo C-Dur für Violine und Viola von Mozarts Freund Johann Michael Haydn auch Mozarts Sonate in Es für Klavier und Violine, KV 481, und das Trio Es-Dur für Klavier, Klarinette (ausgeführt mit Violine) und Viola, KV 498, das sogenannte Kegelstatt-Trio.

Hören Sie hier ein Stückchen Mozart mit dem London Fortepiano Trio - in diesem Falle mit Martin Fritz, Cello.


Sabine Lutzenberger in Caccini-OperBild Sabine Lutzenberger

In einer Paraderolle für ihre so wunderbar ruhig und gerade geführte Stimme war Sopranistin Sabine Lutzenberger vom 28. Januar bis zum 1. Februar zu hören: Sie sang die Melissa in Francesca Caccinis Oper La liberazione di Ruggiero dall'isola d'Alcina.

Die konzertanten Aufführungen des Werks fanden im AMUZ Antwerpen, dem Conservatoire in Brüssel, dem Chateau de Versailles und dem Herkulessaal der Münchner Residenz statt, bestritten von den Stimmen und Instrumentalisten des Huelgas Ensemble unter Leitung von Paul Van Nevel.


PHANTASM im Wiener KonzerthausBild PHANTASM

Um Schutzengel und Sündenböcke ging es im vom Publikum enthusiastisch bejubelten Konzert von PHANTASM am 20. Januar im Wiener Konzerthaus, in dem die Gambisten unter Leitung von Laurence Dreyfus zeigten, wie Musik zu allen Zeiten auf historische Ereignisse reagierte und wie Komponisten Partei ergriffen.

In dem Programm, das im Rahmen des Festivals Resonanzen am Wiener Konzerthaus stattfand, beleuchtete das Consort also irdische Katastrophen und deren überirdische Interpretationen anhand diverser Werke von Komponisten wie Byrd, Tallis, Purcell und anderen: Große Ereignisse, reizvoll verpackt in Musik für fünf Gamben.

Das Konzert wurde vom österreichischen Rundfunk mitgeschnitten und am 2. Februar ausgesendet.


Laurence Dreyfus: Aktuelles von Bach in ParisBild Laurence Dreyfus

Actualités de Bach war eine Konferenz am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Dance in Paris überschrieben, bei der am 11. und 12. Januar Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern zusammenkamen, um die neuesten Aspekte der Bachforschung zu erklären und zu besprechen.

Unter den Vortragenden war auch Laurence Dreyfus, der eingeladen war, um die in seinem Buch Bach and the patterns of invention (erschienen bei Harvard University Press) dargelegten Forschungen und Theorien zu präsentieren und mit den Anwesenden zu diskutieren.


Dezember 2015


PHANTASM: Auszeichnungen auf drei KontinentenBild PHANTASM

Es nimmt kein Ende mit den Preisen und Auszeichnungen für PHANTASMs jüngste CD mit The Royal Consort von William Lawes, die das Gambenconsort unter Leitung von Laurence Dreyfus im vergangenen Sommer herausgebracht hat: Nachdem die Einspielung bereits in mehreren europäischen Rundfunksendern und Musikmagazinen (unter anderem BBC 3, BR, mdr, DR Dänemark, Schweiz, Irland, Italien...) zur Platte der Woche oder des Monats gewählt worden war, folgten inzwischen auch Auszeichnungen aus den USA, Neuseeland und Australien. Ein unglaubliches Echo für eine Einspielung englischer Consortmusik!

Zum Ende des Jahres 2015 wurde bekanntgegeben, dass die CD zur Platte des Jahres im australischen Musikmagazin Limelight gekürt wurde. Außerdem wissen wir seit kurzem, dass sie unter die drei Finalisten für die BBC music magazine awards 2016 zählt.
Unter diesem Link können Sie Phantasm Ihre Stimme dafür geben - die Abstimmung läuft noch bis zum 19. Februar!

Entdecken Sie hier, was die Kritiker so begeistert.


La Divina Armonia: first cut der neuen CDBild La Divina Armonia

Sie wird großartig: Soeben empfingen wir den first cut der neuen CD von La Divina Armonia unter Leitung von Lorenzo Ghielmi, auf der Bachs Cembalokonzert A-Dur, das Tripelkonzert a-Moll, ein Violinkonzert (Solistin: Mayumi Hirasaki) und die Kantate Non sa che sia dolore, gesungen von der jungen Sopranistin Alice Rossi mit Jan De Winne, Traversflöte, zu hören ist, und die im Frühsommer beim belgischen Label Passacaille erscheinen soll.
Darauf kommt hervorragend zur Geltung, was La Divina Armonia aus- und eben so besonders macht: Höchstes instrumentales und technisches Niveau bei musikalisch traumhaft intensiver Umsetzung - Dank exakt der richtigen Melange aus mediterranem Temperament und durchdachter Cantabilität.

Hier können Sie einen Vorgeschmack genießen: Ein Bach'sches Rezitativ, das aber - so kurz es ist - schon einen perfekten Eindruck dieser spannungsreichen Produktion vermittelt.


November 2015


Hana Blažíková und CordArteBild Hana Blazikova

Es war ein stilvoller Rahmen für ein glanzvolles Konzert: Am 28. November konzertierte Sopranistin Hana Blažíková gemeinsam mit dem Ensemble CordArte (Daniel Deuter - Violine, Heike Johanna Lindner - Viola da Gamba, Markus Märkl - Orgel) in der wunderschönen evangelischen Kirche im sächsischen Dippoldiswalde.
Im Rahmen des Festivals Sandstein und Musik brachten die Musiker hier ihr Programm O Jesu dulcis mit deutschen Barockkantaten und geistlichen Konzerten von Komponisten wie Schop, Buxtehude, Pachelbel, Krieger und Biber zu Gehör: Ein Fest für die Sinne!

Lauschen Sie hier einem Stück von der gleichnamigen CD von Hana Blažíková und CordArte mit diesem Programm.


Lorenzo Ghielmi: Meisterkurs in LeipzigBild Lorenzo Ghielmi

Fünf Tage lang gab Lorenzo Ghielmi vom 17. bis 21. November in Leipzig einen Meisterkurs zur Aufführungspraxis der Orgelwerke Johann Sebastian Bachs.
Der vom Bach Archiv Leipzig veranstaltete Kurs diente auch der Vorbereitung junger Organisten, die im kommenden Jahr beim Bach-Wettbewerb teilnehmen werden.

Auf dem Programm für die öffentlichen Unterrichtseinheiten, die in der Hochschule für Musik in Leipzig stattfanden, standen Präludien und Fugen, Sonaten und Orgelchoräle des Thomaskantors. Die Ergebnisse der Arbeit an diesen Werken wurden schließlich am 22. November in einem Konzert präsentiert.
Hören Sie hier einen Satz aus der letzten Einspielung des Ensembles mit Musik von Bach.


"Breathtaking": CD-Einspielung und KonzertBild Hana und Bruce

Pure Glücksgefühle für Zinkenist Bruce Dickey, Sopranistin Hana Blažíková, und ihre Kollegen Veronika Skuplik und Catherine Aglibut, Violine, Jakob Lindberg, Theorbe, Mieneke van der Velden, Gambe und Kris Verhelst, Cembalo und Orgel: Eine Woche lang arbeiteten sie in Antwerpen an der Einspielung der CD Breathtaking, die zweifelsohne zum Besten gehören wird, was im Bereich dieses Repertoires jemals erschienen ist!

Auf dem Programm standen dabei Werke von Komponisten wie Corradini, Palestrina, Sances und Scarlatti, aber auch ein speziell für dieses Projekt entstandenes und höchst publikumsfreundliches Stück der griechischen Komponistin Calliope Tsoupaki.
Pure Begeisterung erntete denn auch das die Woche abschließende Konzert im ausverkauften Antwerpener AMUZ am 27. November: Die sich so wunderbar ergänzenden Klänge von Sopran und Zink, der Farbenreichtum und die emotionale Vielfalt der dargebotenen Musik rissen das Publikum unwiderstehlich mit.

Hier können Sie auf YouTube einen ersten Eindruck dieses herrlichen Duos gewinnen.
Übrigens: Es ist noch ein Konzerttermin bei der Tournee des Programms am 5.8.2016 und mehrere bei einer Tournee 2017 (6.-13.8.) verfügbar!


Oktober 2015


La Divina Armonia: Passione NapolitanaBild La Divina Bronnbach

Welch reizvolle Schätze nach wie vor ungehoben in neapolitanischen Musikarchiven schlummern bewies Lorenzo Ghielmi einmal mehr in einem Konzert mit seinem Ensemble La Divina Armonia. Am 10. Oktober spielte die italienische Gruppe ein Konzert mit neapolitanischen Werken zum Marienmonat Oktober - Lamentationen von Feo und Gasparini, Sonaten von Avitrano und Pergolesis bekanntes Stabat Mater - im Rahmen der Konzertreihe Bronnbacher Klassik in der prachtvollen Kirche von Kloster Bronnbach.

Mehrere der hier mit den beiden jungen Sängerinnen Daniela Gerstenmeyer (Sopran) und Anja Schlicht (Alt) aufgeführten Werke entdeckte Lorenzo Ghielmi zufällig im Nachlass eines Schweizer Musikwissenschaftlers und edierte sie selbst, und so erlebte beispielsweise Feos Lamentazione a voce sola di soprano in diesem Konzert ihre Erstaufführung in moderner Zeit.


Laurence Dreyfus: Take Two releaseBild Laurence Dreyfus

Das neue Album Take Two der renommierten Geigerin Patricia Kopatchinskaja wurde am 5. Oktober in Berlin erstmals Presse und Öffentlickkeit vorgestellt. Sie erklärt darauf ihrer Tochter die Musik, insbesondere die wichtige Rolle der Kommunikation dabei. Dafür lud sie einige ihrer musikalischen Freunde ein, mit ihr Duos zu spielen - vom Mittelalter über Renaissance und Barock, bis hin zur zeitgenössischen Musik.
Zusammen mit dem Gambisten Laurence Dreyfus brachte sie dabei Werke von Machaut, Gibbons und aus dem Winchester Troparium zu Gehör, und auch beim Release-Konzert im Berliner Club A-Trane war Dreyfus natürlich zu hören.

Hier können Sie einen Eindruck von der Intensität dieser Zusammenarbeit gewinnen: Im Video eines Konzertes, bei dem die beiden Musiker im September 2014 in der Berliner Philharmonie eine Fantasie von Gibbons spielten.


Linda Nicholson: FeinarbeitBild Linda Nicholson

Das hört man nicht oft: Am 3. Oktober präsentierte Linda Nicholson in der Art Workers Guild, London, ein Recital für Feinschmecker. Abwechselnd auf einem Tangentenflügel und einem Clavichord spielte sie Werke von Mozart, Haydn und Händel, aber auch unbekanntere Stücke von Paradisi, Platti und Wagenseil. Ein wunderbares Programm, um diese beiden so sensiblen Instrumente in all ihrem Farbenreichtum vorzustellen - und eine seltene Gelegenheit, sie im direkten Vergleich zu erleben.
Linda Nicholson spielte dabei auf einem Hass-Clavichord von 1767 und einem Tangentenflügel aus der gleichen Periode aus ihrer Sammlung historischer Tasteninstrumente.

Dieses schon im Vorfeld mit großem Interesse bedachte und vom Publikum mit höchster Spannung und Konzentration verfolgte Konzert der British Clavichord Society wurde von der BBC mitgeschnitten und wird am 29. November um 14 Uhr englischer Zeit auf BBC 3 zu hören sein.

Hier finden Sie schon im Vorfeld einige Klangbeispiele der Tastenvirtuosin auf der BBC artist page von Linda Nicholson.


il Gardellino in Brüssel, Korea und SüdamerikaBild il Gardellino

Ein glanzvoller Abend: Am 1. Oktober spielte il Gardellino unter Leitung von Marcel Ponseele sein neues Bach-Programm im Bozar Brüssel: Die drei Solo-Kantaten BWV 146, 52 und 51, deren anspruchsvolle Sopranpartien von Sophie Karthäuser übernommen wurden, dazu diverse Solo-Concerti und das Brandenburgische Konzert Nr.5.

Neben Karthäuser und Ponseele brillierten auch Jan De Winne, Traverso, sowie Mayumi Hirasaki, Violine und Lorenzo Ghielmi solistisch in diesem Konzert und garantierten für einen wirklich fantastischen Abend. Der belgische Klassiksender KLARA schnitt die Aufführung mit.

Eine Woche später reiste das Ensemble mit einem kammermusikalischen Programm nach Südkorea, wo es in Daejon konzertierte, und vom 28. Oktober bis zum 4. November schließlich tourt il Gardellino durch Chile und Argentinien, wo Musik diverser Barockomponisten in unter anderem Valparaiso, Santiago de Chile und Buenos Aires erklingt.


September 2015


CD-Einspielung La Divina ArmoniaBild La Divina Armonia

Concerti von Bach, virtuos gespielt, lyrisch durchdacht: Freuen Sie sich auf die neue CD, die La Divina Armonia unter Leitung von Lorenzo Ghielmi am Cembalo soeben im italienischen Peglio eingespielt hat.

Auf dem Programm dieser Platte stehen Bachs Cembalokonzert A-Dur, das Tripelkonzert a-Moll, ein Violinkonzert (Solistin: Mayumi Hirasaki) und die Kantate Non sa che sia dolore, gesungen von der jungen Sopranistin Alice Rossi, begleitet von Jan De Winne, Traversflöte.
Die CD wird im Frühjahr 2016 beim flämischen Label Passacaille erscheinen.

Hören Sie hier einen Satz aus der letzten Einspielung des Ensembles mit Musik von Bach.


Phantasm: Schottische ErfolgeBild Phantasm und Tenebrae

Lammermuir gilt als eine der schönsten Ecken Schottlands und beheimatet außerdem ein sehr reizvolles Festival, das seine Besucher zu Konzerten in alten Kirchen und prächtigen Landhäusern einlädt. PHANTASM war im Lammermuir Festival in diesem Jahr gleich mit zwei Programmen zu Gast.

Ein Nachtkonzert mit Bachs Kunst der Fuge spielte das Consort unter Leitung von Laurence Dreyfus am 18. September in der Kirche St Mary's in Haddington, wo es am 19. September dann Instrumentalmusik und - zusammen mit dem renommierten englischen Vokalensemble Tenebrae unter Nigel Short - Verse Anthems von Orlando Gibbons zu Gehör brachte.

Beide Konzerte wurden mit geradezu hymnischen Kritiken bedacht, unter anderem im Guardian, the Scotsman oder auf Artsdesk, und die Zusammenarbeit mit Tenebrae war für für alle Beteiligten so erfreulich, dass sie nun weitere gemeinsame Projekte planen.
Wir schicken Ihnen gerne nähere Informationen dazu auf Anfrage.


"Breathtaking" sucht Unterstützer!Bild Hana und Bruce

Es ist ein tatsächlich atemberaubendes Projekt, das Hana Blažíková, Sopran, und Bruce Dickey, Zink, da gerade vorbereiten: In breathtaking - a voice and a cornetto entwined kann man sich auf einige jahrhundertelang vergessene Preziosen der italienischen Literatur für Zink und Stimme freuen - gesungen und gespielt von zwei der zweifelsohne weltweit besten Interpreten in ihrem jeweiligen Fach.

In Werken von Komponisten wie Corradini, Palestrina, Sances oder Scarlatti, aber auch in einer speziell für dieses Projekt entstandenen Komposition der griechischen Komponistin Calliope Tsoupaki zeigen die beiden Musiker, unterstützt von zwei Violinen und einer Continuogruppe, wie nahe sich Stimme und Blasinstrument im Grunde sind - und wie wunderschön die Stücke, die für diese reizvolle Besetzung entstanden.

Das Programm wird im November auf CD eingespielt und erstmals im Konzert zu hören sein. Doch Proben, Reisen und Aufnahmekosten müssen finanziert werden, und dafür hat Bruce Dickey nun eine Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo gestartet:
Hier können Sie das Projekt unterstützen, und finden weitere Informationen darüber.

Hier können Sie auf YouTube einen ersten Eindruck dieses herrlichen Duos gewinnen.


Hiro Kurosaki in UtrechtBild Hiro

Eine spannende Aufgabe, an der Hiro Kurosaki viel Freude hatte: Er war als Konzertmeister und Coach für die Streicher des Collegium Musicum Den Haag eingeladen, Musik von Händel, Pieter Hellendaal und Willem de Fesch zu proben und aufzuführen. Bei letzteren beiden handelt es sich um aus den Niederlanden stammende, aber in London tätige Komponistenkollegen Händels, die aber gleichzeitig auch eine Karriere als Konzertgeiger verfolgten. Entsprechend virtuos und anspruchsvoll sind ihre Werke für den Streicherapparat eines Orchesters.

Das Ergebnis der dreitägigen Probenarbeit konnte man schließlich am 2. September im Rahmen des Festival Oude Muziek Utrecht in der Geertekerk bei einem Konzert unter Leitung von Claudio Ribeiro genießen.
Die Aufführung wurde vom Concertzender Nederland mitgeschnitten.


Boreas: Die erste CD ist da!Bild CD Tye

Es ist die erste CD des Boreas Quartett Bremen, und die ist gleich so richtig gut geworden: In Nomine ist die Einspielung überschrieben, auf der sich die vier jungen Blockflötistinnen - gemeinsam mit Han Tol als fünfter Stimme - den In Nomine-Kompositionen Christopher Tyes (1498-1573) gewidmet haben.

Die Aufnahme kam am 15. September beim Label cpo heraus, und lässt Consort-technisch und musikalisch keinerlei Wünsche offen. Die Stücke schwingen und atmen, die Musikerinnen wirken präzise und homogen zusammen, beschwören mit ihrer luziden Spielweise und hervorragenden Intonation je nach Stück mal eine geradezu meditativ-abgehobene Atmosphäre, mal düstere Weltabgewandtheit, mal intensivste Lebensfreude herauf.
Blockflöten-Consort at its best!

Überzeugen Sie sich hier selbst von den Qualitäten dieser neuen CD.


August 2015


PHANTASM in UtrechtBild Lawes-CD

England, my England lautete das Thema des diesjährigen Festival Oude Muziek Utrecht - das dem Gambenconsort PHANTASM repertoiretechnisch naturgemäß geradezu auf den Leib geschneidert schien.

Am 30. August spielte das Gambenconsort unter Leitung von Laurence Dreyfus hier ein Konzert mit diversen Setts aus William Lawes' The Royal Consort - ein Programm, das aus der im Mai erschienenen jüngsten CD des Ensembles zitierte, die in England seit Monaten auf den Spitzenplätzen der Classical Charts steht und mit ihrer tänzerischen Energie selbst Consort-Neulinge von den ungemein belebenden Qualitäten dieser Musik überzeugt.
Zu hören war das Konzert von PHANTASM um 22:30 Uhr im Hertz-Saal des Tivoli Vredenburg. Der Concertzender Nederland nahm es zur späteren Ausstrahlung auf.

Genießen Sie hier einen Eindruck dieses wunderbaren, wenn auch vielleicht nicht gerade Nachtschlaf-förderlichen Programms!

Am Vormittag des 31. August gab Laurence Dreyfus im Rahmen des Festivals auch eine Masterclass zum englischen Repertoire für den Nachwuchs in Sachen Gambenconsort. Das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit wurde anschließend in einem Fringe-Konzert präsentiert.


Jan De Winne: Handel and friends in UtrechtBild Konzert Jan De Winne

»Aus Händels Schatten«, so war ein Konzert beim Festival Oude Muziek Utrecht überschrieben, in dem Traversflötist Jan de Winne, zusammen mit Marco Testori, Cello, und Aurélien Delage, Cembalo, Werke von Händel selbst, John Stanley, Alessandro Besozzi und Carl Friedrich Weideman zu Gehör brachte.

Dieses ungewöhnliche, aber höchst reizvolle Programm basierte auf der Montagu Music Collection aus Boughton House in England, aus der Jan De Winne einige der schönsten Kompositionen ausgesucht hatte. Insbesondere eine Sonate Carl Friedrich Weidemans muss dabei unbedingt zu den interessantesten Neuentdeckungen der letzten Jahrzehnte im Flötenrepertoire gerechnet werden, die nicht nur durch ihre enorme Virtuosität begeistert, sondern auch durch ihre durchdachte Kontrapunktik, die originelle Harmonik.

Hier können Sie auf unserem YouTube-Kanal selbst einen Eindruck davon gewinnen.


Breathtaking: Klickrekord auf FacebookBild Hana Blazikova

Atemberaubende 3.700 Klicks am ersten Tag - wer bisher der Ansicht war, Musik aus der Zeit um 1700 für Sopran und Zink sei wohl eher eine Angelegenheit für Spezialisten und Early-Music-Nerds, den belehrte die Generation Facebook nun eines Besseren: Das Preview-Video von der ersten Probenphase des Programmes breathtaking - a voice and a cornetto entwined mit Hana Blažíková, Sopran, und Bruce Dickey, Zink, erreichte die 3.700 Betrachter innerhalb von knapp 24 Stunden, nachdem es online gegangen war.

Kein Wunder: Sehen Sie hier, was die Facebook-Gemeinde so begeistert hat!

Dieses so publikumswirksame Projekt wird im November 2015 auf CD eingespielt und erstmals im Konzert zu hören sein, bevor die Musiker 2016 und 2017 damit auf Tournee gehen werden. Kontaktieren Sie uns gerne für mögliche Termine!


Joshua Rifkin: Die schöne MüllerinBild Joshua Rifkin

»Ich frage mich oft, wie Schubert das gemacht hat«, gesteht Joshua Rifkin, der sich als Dirigent, Pianist und Musikwissenschaftler seit Jahrzehnten immer wieder und mit stetig wachsender Begeisterung mit Schuberts Werk auseinandergesetzt hat.

Am 29. August führte er als Pianist im Rahmen des Festival Music and More in New Marlborough, USA, gemeinsam mit dem amerikanischen Tenor Frank Kelley Schuberts 1824 veröffentlichten Liederzyklus Die schöne Müllerin auf, der ihm seit Jahren besonders am Herzen lag.
Das Publikum reagierte begeistert, und für die Zukunft denkt Joshua Rifkin nun an mehr Schubert....


PER-SONAT in Laus Polyphoniae AntwerpenBild PerSonat

Petrus Alamire (1470-1536) war Schreiber, Herausgeber, Diplomat, Bergwerkskundiger und Spion, musizierte und komponierte – und die prachtvoll ausgezierten Stimmbücher aus seiner Werkstatt sind heute oft die einzige Quelle für Werke von Komponisten wie Josquin, de la Rue oder Isaak.
Dieser höchst schillernden und musikhistorisch so bedeutsamen Persönlichkeit widmet das Festival Laus Polyphoniae in Antwerpen seine diesjährige Edition, und da durfte PER-SONAT unter Leitung von Sabine Lutzenberger natürlich nicht fehlen - handelt es sich doch bei den in Alamires Büchern verewigten Komponisten um Kernrepertoire des Ensembles.

Ein besonderer Reiz des Konzertes am 22. August im Antwerpener AMUZ lag auch darin, dass Motetten aus einer Handschrift Alamires zur Aufführung kamen, die Kaiser Karl V. dem Augsburger Raymund Fugger schenkte, von der aber das Superius-Stimmbuch verloren ist. Darob machten sich Sabine Lutzenberger und ihre Mistreiter auf die Suche nach Konkordanzen, um die Superius-Stimme zu ergänzen - und wo sie solche nicht fanden, komponierten sie die Stimme im Stile der Zeit selbst neu.

So waren in Antwerpen also nicht nur Werke der frühen Renaissance zu hören, sondern auch diverse Uraufführungen. Ein spannender Abend!


Boreas Quartett: Lichtspiele in AntwerpenBild Boreas in concert

Sie sind jung, sie sind wirklich gut - und sie haben höchst originelle Ideen: Was die vier reizenden Blockflötistinnen des Boreas Quartett Bremen am 21. und 22. August beim Concert Walk des Festivals Laus Polyphoniae Antwerpen einmal mehr unter Beweis stellten.

In Zusammenarbeit mit der Lichtkünstlerin Katharina Berndt präsentierten sie dort ein Programm mit Musik aus Renaissance und Gegenwart, das von Berndt live mit Licht und Schatten untermalt und illustriert wurde: Eine höchst ansprechende Idee - technisch und musikalisch hervorragend umgesetzt; und bei aller Publikumswirksamkeit doch erstaunlich unaufwändig auf die Bühne zu bringen.

Sehen Sie hier einen Ausschnitt aus diesem faszinierenden Lichtspiel-Programm.


Lorenzo Ghielmi: Konzerttrilogie bei Bachwoche AnsbachBild Lorenzo Ghielmi

Gleich drei Konzerte spielte der Organist, Cembalist und Fortepianist Lorenzo Ghielmi in der diesjährigen Ansbacher Bachwoche:

Am 4. August um 19:30 Uhr widmete er sich an der Wiegleb-Orgel in St. Gumbertus der Musik von Bach und seinen Lehrern Georg Böhm und Dieterich Buxtehude.
Am 5. August brachte er um 15 Uhr gemeinsam mit seinem Bruder Vittorio Ghielmi, Viola da Gamba, im Prunksaal der Residenz Kammermusik von Bach, Abel und CPE Bach für Fortepiano und Gambe zum Klingen, und zwar auf dem Nachbau eines Silbermann-Fortepianos aus seinem Besitz, dessen Original im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg steht.
Am 6.8. stand eine Auswahl von Werken aus dem Wohltemperierten Clavier II auf dem Programm eines Konzertes in St. Gumbertus, bei dem wiederum die dortige Wiegleb-Orgel zum Einsatz kam.

Alle drei Konzerte wurden von BR Klassik mitgeschnitten; das Kammermusik-Programm wurde am 5. September ausgestrahlt, für die anderen beiden Konzerte steht noch kein Sendetermin fest.

Genießen Sie hier einen Eindruck des wunderbar lyrischen und mitreißenden Orgelspiels Lorenzo Ghielmis!


PHANTASM in Frankreich und FinnlandBild Phantasm

Zwei Mal Bach: Gambenconsort PHANTASM präsentierte - unter der kundigen Leitung von Bachforscher Laurence Dreyfus - Anfang August zwei Konzerte mit der Kunst der Fuge des Thomaskantors.

Am 5. August erklang das Werk in Gesellschaft von Mozarts Bearbeitungen Bach'scher Fugen aus dem Wohltemperierten Clavier für Streichquartett in der Kirche von Millay in der Bourgogne, im Rahmen des Festivals Le Vent sur l'Arbre.

Am 7. August spielten die vier Gambisten die Bach'sche Fugensammlung dann im BRQ Festival Vantaa in Finnland.

Hören Sie hier, wie spannend dieses oft als akademisch und trocken bezeichnete Werk bei Phantasm klingt.


Juli 2015


Südamerika-Tournee il GardellinoBild il Gardellino

Mit Georg Philip Telemann & friends war das flämische Ensemble il Gardellino rund um Marcel Ponseele, Oboe, und Jan De Winne, Traverso, und gemeinsam mit dem Blockflötisten Peter Van Heyghen eine Woche lang in Südamerika unterwegs.

Vom 12. bis zum 19. Juli tourten die Musiker durch Uruquay und Kolumbien, konzertierten unter anderem in Medellin und Montevideo, wo sie auch eine Masterclass für den südamerikanischen Barock-Nachwuchs gaben.

Hier können Sie hören, wie sich il Gardellino dem Telemann'schen Werk nähert.


PHANTASM: Dowlands LachrimaeBild Phantasm

Nach dem überwältigenden Echo, das die jüngste CD des Gambenconsorts PHANTASM unter Laurence Dreyfus (William Lawes The Royal Consort) zeitigte, spielten die Gambisten zusammen mit Elizabeth Kenny, Theorbe, Anfang Juli in der Kapelle des Magdalen College Oxford bereits die nächste Aufnahme ein: John Dowlands Lachrimae.

Drei Nächte lang arbeitete das Ensemble an seiner Interpretation dieses Kernrepertoires für ihre Besetzung, und man kann auf die im Mai 2016 bei Linn Records erscheinende Aufnahme durchaus gespannt sein - denn dank PHANTASMs einzigartig intensiver und energiegeladener Herangehensweise an die Musik dürfte die CD Dowlands Gaillards und Pavanes in einem ganz neuen und sicherlich sehr spannenden Licht erscheinen lassen!

Hören Sie hier einen Ausschnitt aus dem first edit.


Bruce Dickey in Sasha Waltz' Orfeo in BerlinBild Bruce Dickey

Nach der Premiere im Herbst 2014 in Amsterdam und Gastspielen beim Bergen-Festival und in Baden-Baden war Sasha Waltz' hochgepriesene Produktion von Monteverdis Orfeo vom 1. bis zum 6. Juli an der Staatsoper unter den Linden in Berlin zu Gast.

Als Zinkenist war hier mit dem Freiburger Barockorchester und dem Vocalconsort Berlin unter der Leitung von Pablo Heras-Casado auch Bruce Dickey im Einsatz - wie übrigens beinahe immer, wenn irgendwo auf der Welt eine hochkarätig besetzte Monteverdi-Oper gespielt wird.

Hören Sie ihn hier solistisch auf dem Zink konzertieren - und Sie wissen, warum.


Juni 2015


laReverdie in PotsdamBild laReverdie

Die Zwölf Gärten ist der Titel eines Andachtstextes, der um das Jahr 1435 von der heiligen Katharina von Bologna verfasst wurde und in dem die spirituelle Reise einer Seele durch diverse Gärten zur Einheit mit Christus beschrieben ist.
Diesem wunderbaren mystischen Text haben die Musikerinnen von laReverdie nach aufwändiger wissenschaftlicher Recherche Kompositionen unterlegt, die im Kloster der heiligen Katharina seinerzeit in Gebrauch waren, und konnten so eine Laudes zusammenstellen, wie sie dort tatsächlich erklungen sein könnte.

Zu hören war diese mystisch inspirierte Laudes zuletzt am 25. Juni in einem Konzert im Rahmen der Musikfestspiele Potsdam-Sanssouci in der Ovid-Galerie in den Neuen Kammern Sanssouci.


PHANTASM in den Charts - und der Wigmore HallBild Lawes-CD


Am 21. Mai erschien bei Linn Records die neueste CD von PHANTASM unter Laurence Dreyfus, mit William Lawes' The Royal Consort: Eine CD, die den Hörer förmlich vom Stuhl reißt und die bereits in der Woche nach ihrer Veröffentlichung in England auf Platz 2 der Specialist Classical Charts und selbst bei den Classical Artist Albums auf Platz 9 stand!
Gambenconsort schlägt André Rieu - wer hätte das jemals zu hoffen gewagt...?

Sowohl BBC 3, als auch mdr Figaro und der dänische Klassiksender kürten diese Aufnahme bislang zu ihrer jeweiligen CD der Woche, mit Aussagen wie »das beste Gambenensemble der westlichen Hemisphäre« oder »Phantasm is simply unique«. Welch ein Echo!

Genießen Sie hier einen Eindruck dieser mitreißenden Tanzmusik - mit der das Ensemble übrigens 2016 auf Tournee gehen wird.


Am 8. Juni gab PHANTASM außerdem sein Abschiedskonzert als Ensemble in Residence an der Universität und dem Magdalen College Oxford im Holywell Music Room Oxford. Auf dem Programm standen Highlights aus 200 Jahren englischer Consort-Musik

Am 9. Juni konzertierte das Gambenconsort dann wieder einmal in Englands feinster Adresse für Kammermusik: Der Wigmore Hall London, mit Musik von Henry Purcell.


PER-SONAT: Liebe und Rosen in PotsdamBild PerSonat

Der Jüngling Amant betritt einen paradiesischen Garten und verliebt sich - in eine Rose! Die ihn aber nicht ganz widerspruchslos als Liebhaber akzeptiert...
Dies ist, in Kurzfassung, die Handlung eines der berühmtesten Romane der Literaturgeschichte: Des Roman de la Rose, der im 13. Jahrhundert in Frankreich erschien, und Poeten und Musiker über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg zu wunderbaren Kompositionen inspirierte.

Eine Auswahl aus diesen Meisterwerken konnte man mit Sabine Lutzenberger und ihrem Ensemble PER-SONAT bei den diesjährigen Musikfestspielen Potsdam-Sanssouci erleben: Am 19. Juni präsentierte das Ensemble auf den Roman bezügliche französische Liebeslieder aus dem 13. und 14. Jahrhundert, unter anderem von Machaut, Solage und einigen Troubadours und Trouvères in der Ovid-Galerie Potsdam.

Hier können Sie einen Eindruck dieser herrlichen Musik gewinnen.


il Gardellino: Concerti in StockholmBild il Gardellino

Ein Traumprogramm im Rahmen des Stockholm Early Musik Festival rund um Marcel Ponseele, Oboe, und Jan De Winne, Traverso: il Gardellino konzertierte am 6. Juni im Abendkonzert in der Deutschen Kirche Stockholm mit seinem Programm Coulours of the winds!

Zu hören waren dabei Concerti von Händel, Franz Benda, Marcello, CPE Bach, Vivaldi und Fasch - zwei Stunden Holzbläsermusik in hervorragendster Interpretation, die Publikum und Kritik gleichermaßen entzückten!

Hier können Sie mit einem Satz aus Marcellos Oboenkonzert nachvollziehen, warum.


Mai 2015


PHANTASM brilliert in RegensburgBild Phantasm Reichssaal

Hochspannung in Gambe: Englische Consortmusik von Tye bis Purcell für fünf Gamben stand auf dem Programm eines Konzertes von PHANTASM unter Laurence Dreyfus bei den Tagen Alter Musik in Regensburg am 25. Mai im wunderschönen Reichssaal.

Publikum und Kritik schienen gleichermaßen enthusiastisch ob dieses ungemein intensiven und energiegeladenen Auftritts, dem es aber auch nicht an ätherisch-meditativen Momenten fehlte - und der dem Ensemble nicht nur im Bayerischen Rundfunk die Auszeichnung einbrachte, »das beste Gambenensemble unserer Zeit« zu sein, sondern der in einer Kritik auch als »Höhepunkt des Festivals« gerühmt wurde.


Joshua Rifkin und Concerto Palatino in RegensburgBild Concerto Palatino

Die Marienvesper Claudio Monteverdis ist ein Stück, das man heute gut zu kennen meint. Doch tatsächlich beruht das, was wir seit Jahrzehnten darunter verstehen, auf einem Missverständnis - das Joshua Rifkin mit dem Projekt Monteverdi 1610 ausräumen wollte.
Aus diesem Grund hatte seine Aufführung am 24. Mai bei den renommierten Tagen Alter Musik Regensburg mit dem absoluten Top-Ensemble für dieses Repertoire, Concerto Palatino, entsprechend der Anlage des Originaldrucks drei Teile: Um 14 Uhr erklang die Missa in illo tempore, um 17:30 Uhr die Concerti Sacrae Concentus und um 22:45 Uhr die Vespro della Beata Vergine - jeweils in der Dominikanerkirche Regensburg.

Neben den wunderbaren Bläsern und Streichern von Concerto Palatino durfte man sich dabei über eine höchst illustre Sängerbesetzung freuen, unter anderem Nele Gramß, Gerlinde Sämann, David Munderloh, Charles Daniels, Jan Van Elsacker, Markus Flaig, Julian Podger und Harry van der Kamp - und damit nicht nur über eine ganz neue Monteverdi-Erfahrung, sondern auch über ein wahres Klangfest. »In Regensburg ereignete sich das Wunder Monteverdi«, schrieb der Kritiker der Süddeutschen Zeitung schon in der Überschrift seiner Festivalbesprechung, die sich insgesamt fast ausschließlich den drei Rifkin'schen Konzerten widmete, über die sie das abschließende Urteil »Ein Wunder.« fällte.

Die ersten beiden Konzertteile wurden vom Deutschlandfunk und BR Klassik mitgeschnitten und werden am 9. Juli um 20 Uhr (BR) und 26. Juli um 21 Uhr (DLF) ausgestrahlt.


PER-SONATs neue CD ist da!Bild Walther-CD

Walther von der Vogelweide gilt als einer der bedeutendsten Minnesänger und Sangspruchdichter des Mittelalters, meisterhafter Lyriker und gleichzeitig gnadenloser Kritiker sozialer und gesellschaftlicher Missstände seiner Zeit. Leider sind nur wenige seiner Melodien erhalten geblieben, so dass Walthers herrliche Dichtungen in heutiger Zeit sehr selten zu hören sind.

Eine willkommene Herausforderung für Sabine Lutzenbergers Ensemble PER-SONAT: Für ihre jüngste CD haben sie Walthers Gedichten teils dessen eigene Melodien, teils solche seiner Zeitgenossen unterlegt, Fragmente ergänzt und einige Melodien gar im Stile der Zeit neu komponiert - eine gelungene Melange zwischen Historie und lebendiger Aufführungspraxis.
Heraus kam eine brillante CD, die Walthers schillernde Persönlichkeit in witzigen, anrührend-leidenschaftlichen oder auch wütenden Klängen abbildet - und damit durchgängig wunderschöne Musik bietet!

Hier können Sie in diese neue Aufnahme hineinhören.


PHANTASM in Brügge und OxfordBild Phantasm

Debut im Concertgebouw Brügge: Eine höchst kurzweilige Reise durch 150 Jahre exzentrischer britischer Kontrapunktik konnte man im flämischen Brügge am 15. Mai ab 20 Uhr erleben. PHANTASM unter Laurence Dreyfus gab hier Musik von Christopher Tye, Orlando Gibbons, Willam Byrd, William Lawes, Henry Purcell und anderen mit fünf Gamben und Theorbe zum Besten.

Am Tag darauf war das Gambenconsort dann gemeinsam mit dem Choir of Magdalen College Oxford im traditionellen Evensong in der Kapelle des Magdalen College zu hören.


April 2015


Ensemble Villancico: Geburtstag und Lange Nacht der Alten MusikBild Ensemble Villancico

»Acht Sänger, vier Instrumentalisten, zwei Tänzer und der lebhafte Dirigent Pontvik garantierten, dass das Publikum keinen müßigen Moment erlebte. Noch nie habe ich ein so mitreißend-fröhliches Ensemble gesehen - die Sänger lächeln fast die ganze Zeit, und nicht ohne Grund: Diese südamerikanische Barockmusik birst geradezu vor Freude und Expressivität«, so freute sich der Kritiker der wichtigsten schwedischen Tageszeitung, Dagens Nyheter, am 3. April über das Konzert in Stockholm, das Ensemble Villancico sich selbst zum 20. Geburtstag kredenzte.

Am 25. April waren die Musiker und Tänzer aus Stockholm dann bei der Langen Nacht der Alten Musik, einem Alte-Musik-Event des Bayerischen Rundfunks in Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, gleich in zwei Konzerten zu erleben, in denen sie mit zwei verschiedenen Programmen auftraten.

Beide Konzerte wurden live auf dem Hörfunksender BR Klassik übertragen.


PHANTASM on tourBild Phantasm

Von der grünen Insel ins grüne Thüringen: Gambenconsort PHANTASM mit Laurence Dreyfus erlebte im April intensive Tage.

Am 15. April begann eine Tournee des Ensembles mit einer konzertanten Gastvorlesung von Laurence Dreyfus an der Royal Irish Academy of Music in Dublin. Am gleichen Abend präsentierten die Musiker in der St. Ann's Church zusammen mit den Dublin Consort Singers Sacred Hymnes for voyces and vyols von John Amner.

Am 16. April stand ein weiteres Lecture-Konzert auf dem Programm und um 20 Uhr konzertierte PHANTASM dann in der City Hall The Rotunda mit Bachs Kunst der Fuge.

Dieses Werk erklang - neben den Mozart'schen Bearbeitungen von Bach'schen Fugen aus dem Wohltemperierten Klavier für Streichquartett - zwei Tage später auch im Rahmen der Thüringer Bachwochen: Am 18. April in der Bachkirche Arnstadt.


März 2015


Linda Nicholson: Loewe-CDBild Loewe-CD

Endlich ist es soweit: Die langersehnte CD von Fortepianistin Linda Nicholson mit Klavierwerken Carl Loewes ist beim englischen Label Toccata erschienen! Zu hören sind darauf die Mazeppa Op. 27, die Grande Sonate E-Dur Op. 16, die Zigeunersonate Op. 107 und die Alpenphantasie Op. 53, wobei es sich bei letzteren beiden um Weltersteinspielungen handelt, bei allen vier Werken um die erste Einspielung auf einem historischen Instrument.

Hören Sie hier in diese faszinierende Aufnahme hinein!

Währenddessen steht für Linda Nicholson auch schon das nächste Projekt an, bei dem sie unter dem Arbeitstitel Mediterrane Inspirationen für das Fortepiano Werke von Scarlatti, Paradisi, Platti, Soler, Giustini, und dem jungen Händel in Konzerten spielen und auf CD aufnehmen wird - kurz: Komponisten, deren Werk für Tasteninstrumente bislang noch weitgehend unbekannt ist.

Inspirieren ließ sich die Fortepianistin dabei auch von Instrumentenbauer Denzil Wraight, der soeben die Kopie eines Ferrini-Hammerflügels aus dem Italien des frühen 18. Jahrhunderts fertiggestellt hat - ein Instrument, das seinerzeit schon weit bekannter war, als bislang angenommen, wie Linda Nicholson herausfand.


Phantasm: Tomkins AufnahmeBild Phantasm

Und wieder ist eine neue CD des Gambenconsorts PHANTASM mit Laurence Dreyfus im Entstehen: vom 30. März bis 1. April nehmen die Musiker zusammen mit dem Choir of Magdalen College Oxford sämtliche Verse Anthems des englischen Komponisten Thomas Tomkins (1572-1656) auf - einem Komponisten übrigens, der seinerseits am Magdalen College Oxford studiert hat, wo PHANTASM als Consort in residence zu Hause ist.

Neben den Werken für Chor und Gamben wird das Ensemble auf der CD aber auch noch rein instrumental zu hören sein, nämlich mit einer Auswahl aus der Consortmusik Tomkins', für drei bis sechs Gamben.


Tini Mathot: Neue Lied-CDBild Tini Mathot, Bettina Pahn

Ungewöhnliches Repertoire, großartige Ausführung: Fortepianistin Tini Mathot brachte soeben ihre jüngste CD mit der Sopranistin Bettina Pahn heraus, auf der sich die beiden Musikerinnen den Werken der 2. Berliner Liederschule widmen. Ein Repertoire, das - gerade weil die Lieder häufig in Strophenform und vermeintlich ganz einfach geschrieben sind - besondere Ansprüche in puncto Expressivität an die Interpretinnen stellte: Die Kunst des unbeschwerten Klanges.

Unter dem Titel Es war ein König in Thule sind also auf dieser Einspielung Lieder von Komponisten, wie Zelter, Reichardt oder Rust, aber auch Solowerke für Fortepiano von C.P.E. Bach zu hören.

Genießen Sie hier eine Kostprobe.


Telemann-Preis!Bild Boreas Quartett

Soeben wurden die Preisträger des 8. Internationalen Telemann-Wettbewerbs in Magdeburg bekanntgegeben und auch wir haben Grund zur Freude: Die Blockflötistin Julia Fritz, Mitglied im Boreas Quartett Bremen, erspielte sich hier den 2. Preis - wir gratulieren!

Die erst 29-jährige Österreicherin, die bei Dorothee Oberlinger, Peter Holtslag und Han Tol studierte, spielte sich vom 7. bis 14. März souverän durch drei Wettbewerbsrunden, bevor sie am 15. März im Preisträgerkonzert mit dem Leipziger Barockorchester brillierte.

Hören Sie sie hier im Consort mit ihren drei Kolleginnen von Boreas.


Februar 2015


Neu bei Sonus: ARS ANTIQUA AUSTRIABild Ars Antiqua Austria

Ein wenig südliche Wärme im Klang, gepaart mit höchstem technischen Niveau und viel internationalem Flair: Das ist ARS ANTIQUA AUSTRIA, das Ensemble für neue Barockmusik des Barockgeigers Gunar Letzbor, das wir uns freuen künftig international (Ausnahme Deutschland und Österreich) zu vertreten!
Das Ensemble legt den Schwerpunkt seiner Arbeit auf den österreichischen Barock, wobei es Gunar Letzbors Spürsinn zu verdanken ist, dass dabei neben dem bekannteren Repertoire auch immer wieder höchst reizvolle Preziosen zur Aufführung kommen, die jahrhundertelang vergessen waren. Die Besetzung reicht von zwei oder drei Musikern bis zur Orchesterstärke mit Solisten und Chor.

Willkommen bei Sonus!

Und übrigens: Für Ende Januar/Anfang Februar 2016 sind wir bereits in der Planung für eine Tournee des Ensembles mit Bibers Rosenkranzsonaten.

Hier können Sie sich einen ersten klanglichen Eindruck von ARS ANTIQUA AUSTRIA verschaffen.

Hier geht es zu einigen Videos des Ensembles auf unserem YouTube-Kanal.


Phantasm 2017: Membra Jesu Nostri mit TopbesetzungBild Phantasm

Zu einem höchst vielversprechenden Projekt wurde PHANTASM mit Laurence Dreyfus von Concerto Melante, dem einzigen konsequent auf historischem Instrumentarium musizierenden Ensemble der Berliner Philharmoniker für die Passionszeit 2017 eingeladen: Buxtehudes Kantatenzyklus Membra Jesu Nostri - ergänzt durch Werke für Gambenconsort aus dem englischen Repertoire, als eine Art Meditationen ohne Worte zwischen den einzelnen Kantaten.
Bei der Auswahl dieser Consortstücke machte sich Laurence Dreyfus die Tatsache zu Nutze, dass es im englischen Repertoire zahlreiche Instrumentalwerke mit geistlichem Titel gibt, aber wegen der Katholikenverfolgung durch die anglikanische Kirche auch beispielsweise katholische Messen rekusanter Komponisten seinerzeit gerne rein instrumental gespielt wurden - ohne verdächtige Worte.

Zu diesem reizvollen Konzept gesellt sich eine exquisite Sängerbesetzung: Hana Blažíková und Raquel Andueza, Sopran, Alex Potter, Countertenor, Charles Daniels, Tenor und Harry van der Kamp, Bass, lassen auch von der vokalen Seite her Großartiges erwarten!

Es sind bereits Konzerte im März 2017, sowie Anfang Juni und im Sommer 2017 geplant - kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen.


Gerlinde Sämann auf TourBild Gerlinde Sämann

In vier Konzerten mit der Nederlandse Bachvereniging unter der Leitung von Jos van Veldhoven sang Gerlinde Sämann die Sopranpartien in drei Bachkantaten und Pachelbels Was Gott tut das ist wohlgetan.

Damit konzertierte die Sopranistin vom 5. bis zum 8. Februar in Eindhoven, Naarden, im Muziekgebouw Amsterdam und dem TivoliVredenburg in Utrecht.


Januar 2015


Neue CD mit David MunderlohBild CD Cover

Auf einer neuen CD, die soeben bei Alia Vox/Harmonia Mundi erschienen ist, präsentiert sich Tenor David Munderloh in zwei Glanzrollen seines Fachs: In den Magnificats von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi.

Unter Leitung von Jordi Savall musizieren mit ihm die Capella Reial de Catalunya und Le Concert des Nations.


Raquel Andueza im InterviewBild Melómano

Nach einem vielumjubelten Konzert mit ihrem Ensemble la Galanía in San Lorenzo de El Escorial in Madrid mit dem Programm Italia 1600 am 2. Januar konnte sich Ensembleleiterin und Sopranistin Raquel Andueza über eine weitere Ehre freuen.
Ein Interview mit ihr erschien im renommierten Musikmagazin Melómana, einer der wichtigsten spanischsprachigen Musikzeitschriften, die Raquel auf dem Titelblatt - sehr passend, wie wir finden - als "Die Sopranistin des Gefühls" ankündigte.

Hier können Sie sich von der Wahrheit dieser Beschreibung überzeugen.


Ars poetica und die DrehleierBild Plakat Konzert

In der Mitte des 18. Jahrhunderts kam in den Kreisen des französischen Adels die Mode auf, das bäuerliche Milieu zu idealisieren - und zu imitieren. Stilisierte, veredelte pastorale Musik und 'Volks-' Instrumente fanden Eingang in die höchste Gesellschaft. So war etwa Maria Leszczyńska, die Ehefrau des französischen Königs Ludwig XV., eine passionierte Drehleierspielerin.
Dieser Mode spürte das Ensemble ars poetica mit Tobie Miller, einer der international renommiertesten Virtuosinnen auf der Drehleier und unter der Leitung von Sopranistin Sabine Lutzenberger in einem Konzert am 18. Januar im Augsburger Maximilianmuseum nach, bei dem französische Kantaten für Sopran und Drehleier erklangen.

Genießen Sie hier eine Kostprobe dieses selten zu hörenden Klangeindrucks aus dem Konzert!


Dezember 2014


Neu bei Sonus: La GalaníaBild La Galania

Neuzugang aus dem Süden: La Galanía, das Ensemble der spanischen Sopranistin Raquel Andueza bringt mediterranes Flair in die Agentur. Einerseits durch seine Mitglieder, von denen die meisten in Spanien zu Hause sind, andererseits durch sein bevorzugtes Repertoire: Die italienische Musik des 17. Jahrhunderts, mit kleinen Ausflügen in andere mediterrane Länder oder gelegentlich auch ins frühe 18. Jahrhundert.

Dieses Repertoire geht La Galanía mit wirklich mitreißender Energie an, und dazu kommt, dass Raquel Anduezas einzigartige Stimme ganz unmittelbar und nicht nur Alte Musik-Liebhaber fasziniert.
Das macht wirklich Spaß zu hören!

Hier können Sie einen ersten akustischen Eindruck des Ensembles auf unserem YouTube-Kanal gewinnen.


Neue CD von Tini Mathot und Ton KoopmanBild CD Tini Mathot

Es ist quasi eine potenzierte Jubiläums-Einspielung, die da soeben bei Challenge Classics erschienen ist - denn sie feiert gleich drei der Wiegenfeste, die 2014 zu begehen waren: Den 300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach, den 65. von Tini Mathot und den 70. von Ton Koopman - zusammen 135.

Heraus kam ein Schuber mit zwei CDs. Auf einer davon spielt Tini Mathot brillant und mit viel Ausdruck Claviermusik des Bach-Sohns auf einem Hammerflügel von Anton Walther, auf der anderen interpretiert Ton Koopman in gewohnt tänzerisch-schwingender Weise sechs Orgelsonaten von C.P.E. Bach auf der Amalien-Orgel Berlin.
Eine sehr schöne Idee - in hervorragender Weise umgesetzt.

Hier können Sie in diese Neuerscheinung hineinhören.


David Munderloh: Solo-CD und Messiah TourBild CD Awake Sweet Love

Es war sein Debut beim Kammerchor und Barockorchester Stuttgart unter Leitung von Frieder Bernius, und das gestaltete sich für David Munderloh gleich ziemlich intensiv: Fünf Konzerte mit Händels Messiah standen vom 12. bis zum 17. Dezember auf dem Programm, unter anderem in Bozen, Verona und Stuttgart.

Nicht lange vorher konnten wir uns aber auch über Davids jüngste Solo-Veröffentlichung freuen. Auf Awake Sweet Love singt er, begleitet von Julian Behr, Laute, Lieder von Liebe und Leid aus der Feder John Dowlands. Eine der großen Stärken dieser Einspielung ist dabei sicherlich Davids wunderbar natürliche, unmanierierte und dennoch sehr expressive Herangehensweise an die Musik, doch gleichzeitig beeindruckt der Tenor auch mit einer erstaunlichen Bandbreite an Stimmfarben, die sich bruchlos durch alle Register ziehen.
Eine perfekte Mischung aus guter Technik - und ganz einfach wunderschöner Tenorstimme!

Lauschen Sie hier einem Song dieser Aufnahme.


November 2014


Erste Loewe-CD von Linda Nicholson ediertBild Linda Nicholson

Carl Loewe (1796-1869) wird im modernen Konzertleben vor allem als Komponist von Liedern und Balladen wahrgenommen, doch schrieb der studierte Theologe auch zahlreiche Klavierwerke, die seinem vokalen Oeuvre qualitativ in nichts nachstehen: Nicht nur erweist sich Loewe hier ebenfalls als ingeniöser Melodien-Erfinder, sondern er arbeitet auch in harmonischer Hinsicht so raffiniert und abwechslungsreich, dass man sich nur wundern kann, warum diese großartigen Stücke bislang so wenig aufgeführt werden.

Erstaunlicherweise ist ein nicht geringer Teil dieses fantastischen Klavierwerks auch noch nicht auf Tonträger eingespielt - und nichts davon bislang auf einem authentischen Instrument, das gerade für dieses Repertoire von besonderem Belang ist. Linda Nicholson hat sich dieser Werke nun erstmals auf einem historischen Flügel angenommen und die Aufnahme der ersten - von geplanten drei - CDs vollendet, die vorraussichtlich im Januar 2015 auf den Markt kommen wird.

Wir bekamen soeben den first edit - und waren begeistert! Genießen Sie hier einen ersten Eindruck dieser faszinierenden Musik.

Hier finden Sie ein Interview mit Linda Nicholson zu der CD-Einspielung, das im November 2014 in Toccata - Alte Musik Aktuell erschienen ist.


Frischer Wind bei Sonus: Boreas Quartett BremenBild Boreas Quartett

Boreas ist der Gott des Nordwindes - und damit ein naheliegender Namensgeber für die vier jungen Blockflötistinnen, die sich an der Akademie für Alte Musik Bremen fanden, seither als Consort diverse Preise und Stipendien gewannen, und auch bereits eine erste CD mit Musik von Christopher Tye einspielten, die im Frühjahr 2015 auf den Markt kommen wird.

Aber sie spielen nicht nur exzellent, die Musikerinnen des Boreas Quartett Bremen, sondern sie sind auch außerordentlich gut darin, fundierte und gleichzeitig spannende und ansprechende Programme zusammenzustellen - was nicht nur aus dieser CD, sondern auch aus den für die nächsten beiden Jahre geplanten Projekten des Ensembles ersichtlich ist.
Willkommen bei Sonus!

Hier können Sie sich in einem Klangbeispiel selbst von den Qualitäten von Boreas überzeugen.


Neue CD il GardellinoBild CD il Gardellino

Schlage doch, gewünschte Stunde, so heißt die neueste CD von il Gardellino, die das Ensemble unter Leitung des Barockoboisten Marcel Ponseele soeben beim belgischen Label Passacaille herausgebracht hat. Für den barocken Gläubigen war der Tod nicht einfach das Ende des Lebens, sondern vor allem Erlösung von den Qualen des irdischen Daseins. Entsprechend kennzeichnet die hier erklingenden Kantaten von Bach, Telemann und Georg Melchior Hoffmann zum Thema Tod weniger Todesfurcht, als vielmehr Zuversicht.

Diesen Spagat zwischen Angst und Hoffnung hat il Gardellino mit unglaublicher technischer Feinheit und faszinierender musikalischer Hingabe umgesetzt. Mit Gerlinde Sämann, Sopran, Damien Guillon, Altus, Jan Kobow, Tenor, und Dominik Wörner, Bass, wirkt hier außerdem eine perfekt aufeinander und das Programm abgestimmte Sängerbesetzung mit.

Hier können Sie in diese wunderbare Aufnahme hineinhören.


Concerto Palatino: Schütz in JapanBild Concerto Palatino

Eine Woche lang tourte Concerto Palatino Mitte November durch Japan - diesmal nicht mit eigenen Streichern und Sängern, sondern in reiner Bläserbesetzung. Auf Einladung des Bach Collegium Japan spielten die fünf Kern-Musiker des Ensembles in Fernost unter Leitung von Masaaki Suzuki in den Psalmen Davids von Heinrich Schütz.

Die Konzerte fanden in Tokio und Kobe statt, dazu spielten die Palatini noch ein reines Bläserprogramm für Sponsoren und Ehrengäste des Bach Collegium Japan.


Oktober 2014


PHANTASM aktiv in EnglandBild PHANTASM

Es waren intensive Tage für PHANTASM: Am 17. Oktober war das Ensemble zur Eröffnung der Ausstellung Germany: memories of a nation im British Museum in London eingeladen. Unter der Leitung von Laurence Dreyfus wurde dabei passend zum Ausstellungsthema Musik von Bach und Mozart gespielt. Der Hörfunksender BBC3 berichtete über Konzert, Ausstellung und die Eröffnungsfeier live aus dem Museum in seiner Reihe In Tune.

Am 20. Oktober gestalteten die Gambisten dann gemeinsam mit dem Choir of Magdalen College Oxford einen Evensong in der Kapelle des Colleges, und am Tag darauf spielten sie ein Konzert zu Ehren des großen englischen Poeten George Herbert mit Musik von dessen Zeitgenossen in der Kapelle des All Souls College Oxford.

Genießen Sie hier einen Eindruck dessen, was PHANTASM bei dieser Gelegenheit zu Gehör brachte!


PER-SONAT bei der Jahrestagung Zürcher MediävistikBild PER-SONAT

Mittelalter heute hieß das Thema der diesjährigen Jahrestagung Mediävistik der Universität Zürich, bei der Ensemble PER-SONAT Lieder des Mittelalters zur Verehrung der Heiligen präsentierte.
Die Sopranistin Sabine Lutzenberger sang, begleitet von Susanne Ansorg auf der Fiedel, berührend virtuose Gesänge der beiden Ordensfrauen Kassia von Byzanz und Hildegard von Bingen. Neben der Musik der beiden Äbtissinnen zum Heiligenkult ihrer Zeit, standen höfische Kanzonen und Marienlieder der französischen Trouvères auf dem Programm.

Das Konzert, das zum Gespräch über zeitgenössiche Mittelalterbilder anregen sollte, fand am 11. Oktober um 18:30 Uhr in der Kapelle des Kulturhauses Helferei in Zürich statt.

Hier finden Sie einen live-Mitschnitt von PER-SONAT mit Musik von Hildegard von Bingen.


Bruce Dickey auf Mittelton-Tour in USABild Orgel Palatino

Eine Konzertreihe an einigen der interessantesten mitteltönig gestimmten Orgeln Nordamerikas hat Bruce Dickey vom 5. bis zum 21. Oktober Zinkenfreunden in den USA präsentiert: Klangliche Brillanz und Süße, frappierende Virtuosität und faszinierendes Repertoire.

Zusammen mit Organist Liuwe Tamminga spielte er dabei unter anderem in Oberlin, Cleveland, an der Yale University und in New York City. Auf dem Programm standen Werke für Zink und Tasteninstrument aus dem Italien des 16. und 17. Jahrhunderts. Der Zuspruch des Publikums war enthusiastisch - und so ist eine Neuauflage der Meantone-Tour für 2016 bereits fest eingeplant!

Hier können Sie Bruce Dickey mit einem diminuierten Satz von Josquin Desprez auf unserem Youtube-Kanal erleben.


Ausgestrahlt und aufgenommen - laReverdieBild laReverdie

Am 2. Oktober wurde das Konzert des Ensembles laReverdie Musikalische Avantgarde um 1400, aufgenommen am 22. Juni im Münster Konstanz, in der Reihe SWR2 Alte Musik ausgestrahlt. Dabei war die Missa coram papa aus dem Codex Apt, der Ende des 14. Jahrhunderts am päpstlichen Hofe in Avignon entstand, zu hören.

In der Woche darauf spielte das Ensemble sein neustes Programm Venecie mundi splendor bei dem Label Arcana in Zusammenarbeit mit dem WDR auf CD ein. Um die Tradition, der für die venezianischen Dogen zwischen Francesco Dandolo (1329-1339) und Francesco Foscari (1423-1457) bestimmten Festmotetten erkunden zu können, hatten die Musikerinnen dafür acht Motetten ausgewählt, die als repräsentativ für den typischen italienischen Motetten-Stil des späten Mittelalters gelten dürfen.

Hier finden Sie weitere Informationen über laReverdie, sowie einige Hörbeispiele.


September 2014


PER-SONAT in Sint Truiden und Regensburg Bild PER-SONAT

Am 20. September konzertierte PER-SONAT im Rahmen von Canto Aperto, dem renommierten flämischen Festival für Gregorianische Musik im belgischen Sint Truiden. Um 17 Uhr präsentierte Sabine Lutzenberger hier mit drei Mitstreitern ihr Programm Tropen und Sequenzen zwischen 1450-1550: Werke von Guillaume Dufay, John Dunstable und Antoine Brumel.

Eine Woche später war das Ensemble zu Gast im Rahmenprogramm der Landesausstellung zu Kaiser Ludwig IV., genannt "der Bayer" in Regensburg. Am 28. September geleitete das Ensemble seine Hörer dort auf eine Zeitreise für die Ohren mit frommen Gesängen und frechen Liedern aus der Zeit Ludwigs (1281-1347).
Dabei brachten Sabine Lutzenberger, Baptiste Romain und Marc Lewon im Regensburger Runtingersaal Werke aus der Jenaer Liederhandschrift zu Gehör, unter anderem einige neuentdeckte Sprüche aus dem frühen 14. Jahrhundert, die sich direkt auf Kaiser Ludwig IV. beziehen.


Late Night mit Laurence Dreyfus und Patricia Kopatchinskaja Bild Laurence Dreyfus

Es war vermutlich das erste Mal überhaupt, dass eine Diskant-Gambe solistisch auf der Bühne der Berliner Philharmonie zu hören war: Nach einer erfolgreichen CD-Einspielung für das Album Take Two der renommierten Geigerin Patricia Kopatchinskaja zusammen mit unserem Gambisten Laurence Dreyfus, konnte man dieses Zusammenspiel nun auch live erleben: Am 13. September um 22 Uhr musizierten beide gemeinsam im Late Night Konzert im Großen Saal der Berliner Philharmonie.

Mit Barockvioline und Diskant-Gambe brachten Patricia Kopatchinskaja und Laurence Dreyfus dabei Werke von Machaut, Gibbons und aus dem Winchester Troparium zu Gehör, umrahmt von Werken der zeitgenössischen Komponistin Galina Ustwolskaja, die Kopatchinskaja gemeinsam mit dem Pianisten Markus Hinterhäuser spielte.

Übrigens: Das Konzert kann in der Digital Concert Hall der Berliner Philharmonie auch aus der Ferne nachgehört werden!


Concerto Palatino im Festival Oude Muziek UtrechtBild Concerto Palatino

Die Missa Redemptoris à 21 von Ritter Antonio Bertali wurde 1677 von Pavel Vejvanovsky für die musikalische Sammlung des Karl Liechtenstein-Castelcorno, Bischof von Olmütz, wohnhaft in Kremsier, abgeschrieben.

Der Zinkenist Bruce Dickey, entdeckte diese Messe vor einiger Zeit in der Bibliothek in Kremsier, edierte sie und führte sie in einem Konzert in der Schola Cantorum Basiliensis mit hochschuleigenen Kräften auf.

Drei Jahre später konnte Bruce Dickey nun endlich auch eine Aufführung dieser Messe und einiger anderer neu entdeckter Werke Bertalis mit seinem eigenen Ensemble Concerto Palatino realisieren: Im Rahmen des Festival Oude Muziek Utrecht präsentierten die Palatini sie am 3. September um 20 Uhr im Tivoli Vredenburg. Das Konzert wurde live in Rundfunk und Fernsehen übertragen.

Hier können Sie die Fernsehaufzeichnung des Konzerts auf unserem YouTube Kanal nachsehen und -hören!


PHANTASM als Doctors in Performance Bild PHANTASM

Doctors in Performance heißt ein Festival an der Sibelius Akademie in Helsinki, das sich ebenso auf theoretischer wie auf praktischer Basis mit Themen rund um Aufführungspraxis und Aufführung beschäftigt.

Eine Kombination, zu der Laurence Dreyfus, Gambist und Professor für Musikwissenschaft und Aufführungspraxis an der Universität Oxford eine Menge zu sagen hat, und so hielt er hier zusammen mit seinem Gambenconsort PHANTASM am 5. September eine konzertante Vorlesung über Aufführungs- und Interpretationspraxis in der Sibelius Akademie. Auf dem Programm des musikalischen Teils standen Werke von Byrd, Gibbons, Locke, Purcell und Bach.

In den Tagen vorher übrigens schloss das Gambenconsort in Oxford seine Gesamteinspielung der Royal Consorts von William Lawes ab, die im Mai nächsten Jahres beim Label Linn auf CD erscheinen wird - eine Aufnahme, die diese abwechslungsreiche und geradezu zum Tanzen nötigende Musik in genialer Weise umsetzt.

Genießen Sie hier einen live-Eindruck eines der eingespielten Stücke!



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