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Mieneke van der Velden

Bild_Mieneke

Mieneke van der Velden studierte Gambe bei Wieland Kuijken in Den Haag und schloß ihre Studien 1988 mit dem Künstlerischen Examen ab.

Sie ist eine der meistgefragten Gambistinnen in Nord-Europa und erhält in Verbindung mit vielen Verpflichtungen im kammermusikalischen Bereich regelmäßig Einladungen als Solistin vom Amsterdam Baroque Orchestra (Ton Koopman), Concerto Vocale (René Jacobs), Collegium Vocale Gent (Philippe Herreweghe), von der Niederländischen Bach Vereinigung und von Cantus Cölln (Konrad Junghänel).
Im Rahmen ihrer vielfältigen Solo-Recitals arbeitet Mieneke van der Velden mit dem Cembalisten Glen Wilson und dem Theorbisten Fred Jacobs zusammen. Die Künstlerin wurde bisher unter anderem vom Dutch Early Music Network für Konzerte eingeladen, vom Grachtenfestival, dem Bach Festival, dem Alte-Musik-Festival in Utrecht, dem Flandern Festival sowie von zahlreichen anderen Veranstaltern und Festivals in ganz Europa.
Daneben tritt sie aber auch häufig mit ihrem Ensemble L'Armonia Sonora auf, das auf die Arbeit mit Vokal-Solisten spezialisiert ist.

Mieneke van der Veldens Repertoire reicht von den bedeutenden französischen Solo-Werken für Gambe (Marin Marais, Antoine Forqueray und François Couperin), über die großen Solo-Arien der Werke Johann Sebastian Bachs ('Matthäus-Passion', 'Johannes-Passion' und verschiedene Kantaten) sowie dessen solistische Kammermusik (Sonaten für Viola da Gamba und die Suiten für Violoncello solo), über das englische Repertoire des 17. Jahrhunderts (einschließlich der Musik für Lyra-Viol) bis hin zu zeitgenössischen Werken von Heppener und anderen.

Die Gambistin hat bislang drei CDs für das holländische Label Channel Classics aufgenommen, die bei der Kritik auf durchwegs positive Resonanz stießen.

Mieneke van der Velden hat eine Professsur für Viola da Gamba am Amsterdamer Sweelinck Konservatorium inne.
Sie spielt zwei originale Instrumente aus Frankreich: Eine Bass-Gambe von Antoine Despont aus dem Jahre 1617, Paris, sowie eine Diskant-Gambe (Pardessus de Viole) von Ludovic Guersan, Paris 1768.


SONUS über Mieneke van der Velden:

Mieneke van der Velden überzeugt einerseits durch ihren stets sehr substanzvollen, aber farblich gleichzeitig wunderbar wandlungsfähigen Ton - von intensiv-rau bis lyrisch-zart. Andererseits versteht sie diesen Ton mit dem Bogen hervorragend zu führen, was sie befähigt, aus jeder Note ein kleines Erlebnis zu machen. Und hierbei kommt ihr auch ihr sicheres Gefühl für musikalisches Timing sehr zugute; in Form von Sicherheit und Ruhe, aber auch von mitreißendem Temperament.
Die Gambistin spielt außerdem nicht nur geradezu perfekt sauber, sondern auch mit sehr spannungsreicher musikalischer Gestaltung ihrer Melodielinien: Ob diese aus vier Tönen oder zwanzig Takten bestehen, scheint dabei unerheblich - Mieneke van der Velden weiß sie expressiv zu behandeln, ohne dabei doch jemals zu übertreiben.


Hörproben

J.S. Bach: Prélude aus Suite Nr.1 in G-Dur - live

J.S. Bach: Courante aus Suite Nr.1 in G-Dur - live

J.S. Bach: Allemande aus Suite Nr.2 in d-Moll - live

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