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Lorenzo Ghielmi

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Lorenzo Ghielmi beschäftigt sich sowohl als Wissenschaftler, als auch als Organist, Cembalist, Fortepianist und Dirigent seit vielen Jahren mit der Musik der Renaissance und des Barock.
Er tritt in ganz Europa, Japan und den USA auf und spielte zahlreiche Aufnahmen für Rundfunk und CD ein (Harmonia Mundi, Winter & Winter, Passacaille). Mit seinem 2005 gegründeten Ensemble La Divina Armonia widmet er sich bekannten, aber auch neuausgegrabenen Werken vor allem des Barock und der Klassik in verschiedenen Besetzungen.
Er ist Organist der Basilica di San Simpliciano in Mailand.

Lorenzo Ghielmi ist auch Autor eines Buches über Nicolaus Bruhns und verfasste darüber hinaus zahlreiche Studien über die Orgelkunst des 16. und 17. Jahrhunderts, sowie über die Interpretation der Werke Johann Sebastian Bachs.

Er unterrichtet Orgel, Cembalo und Kammermusik am Istituto di Musica Antica in der Accademia Internazionale della Musica in Mailand. Seit 2006 hat er zudem eine Professur für Orgel an der Schola Cantorum Basiliensis inne.

Ghielmi wird häufig als Jurymitglied diverser Orgelwettbewerbe eingeladen und daneben oft gebeten, Vorlesungen und Meisterklassen an verschiedenen Musikinstitutionen zu halten, insbesondere auch bei der renommierten Haarlem Sommer-Akademie.


SONUS über Lorenzo Ghielmi:

Lorenzo Ghielmi ist einer der wenigen Organisten, der es versteht, auf der Orgel wirklich zu singen: Melodielinien mit einer Gestaltungskraft zu spielen, durch welche man als Hörer komplett vergisst, dass es auf der Orgel eigentlich nicht möglich ist, einen Ton, der einmal liegt, noch zu verändern. Denn bei ihm klingt es erstaunlicherweise doch so, als seien Crescendi und Decrescendi möglich, als könne ein Ton an- und abschwellen.
Dazu zählt er sicherlich zu den weltweit renommiertesten Spezialisten für historische Orgeln, was ihm ermöglicht, aus den Instrumenten schon allein ob dieses dezidierten Wissens um mechanische und klangliche Besonderheiten oder Möglichkeiten höchst beeindruckende Klänge hervorzuzaubern. Gleichzeitig verfolgt er, bevor er sich einem Werk widmet, genaus die Forschungsergebnisse um Besetzung und Interpretation, und kann so oftmals als erster eine Erkenntnis auch in die Praxis umsetzen.


Hörproben

Georg Friedrich Händel: Orgelkonzert B-Dur op.IV, Nr.2 - Adagio e staccato

Georg Friedrich Händel: Orgelkonzert B-Dur op.IV, Nr.2 - Allegro ma non presto

Carl Philipp Emanuel Bach: Sonate für Flöte und obligates Cembalo - Allegro assai

Johann Sebastian Bach: Präludium in c-Moll, BWV 921

Georg Friedrich Händel: Allegro aus: Sonate in G-Dur op. 1, Nr. 5, HWV 363B

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